Die 1.-4. Schwangerschaftswoche: was passiert?

Die große SSW-Serie

18.Sep 2019
Deutsch

Herzlich Willkommen beim Start der neuen Magazin Serie: Schwangerschaftswochen (SSW) 1-40 im Detail. Wir werden euch jetzt jede Woche süße, interessante und wichtige Einblicke in den Babybauch geben. Was passiert gerade? Was solltest du wissen? Ist eine Untersuchung fällig? Und sonst? Wir haben zahlreiche Tipps und interessante Fakten für dich!


Foto: Kelly Sikkema on Unsplash

Die 1.-4. Schwangerschaftswoche:

Da die meisten Frauen nicht wissen, wann ihr Eisprung ist, ist die Berechnung der Schwangerschaftswochen keine ganz exakte Angelegenheit. In den ersten beiden Schwangerschaftswochen ist man also noch gar nicht schwanger, denn es handelt sich dabei um die zwei Wochen VOR dem Eisprung: Der 1. Zyklustag ist der Beginn der SSW-Rechnung, sobald man weiß, dass man schwanger ist. Der Geburtstermin wird dann je nach Beginn des Zyklus und der Größe des Fötus eventuell korrigiert.

Frauen, die ihren Zyklus mittels Temperaturmessung beobachten, haben es leichter: sie können ab dem 17. Hochlagentag davon ausgehen, dass sie schwanger sind und den Geburtstermin damit noch genauer eingrenzen.

Da manche Babys lieber früher und manche lieber später kommen, sind Schwankungsbreiten von 2 Wochen aber ohnehin normal.

Trotzdem sind auch die ersten Wochen spannend:

Die Spermien müssen eine Reise durch Scheide, Muttermund und Eileiter hinter sich bringen. Und nur eines kann gewinnen – es befruchtet das Ei. Diese einzigartige Kombination aus Genen, Zygote genannt, wandert nun weiter Richtung Gebärmutter. 24 Stunden nach der Befruchtung kommt es zur ersten Zellteilung.

Die Gebärmutter hat sich im Lauf des Zyklus schon längst bereit gemacht für ihren großen Auftritt: ein neues Leben kann beginnen. Nach einigen Tagen wird aus der befruchteten Eizelle ein klitzekleiner Zellhaufen: die Blastozyste. Sie braucht zirka 60 Stunden, um in die Gebärmutter zu gelangen. Sobald sie dort angekommen ist und sich an einer Stelle der Schleimhaut eingenistet hat (etwa eine Woche nach der Befruchtung), versorgen Bläschen das Ei mit allen wichtigen Stoffen. Die Blastozyste beginnt nun, das Hormon HCG zu produzieren, und regt damit die Progesteron-Produktion an. Das ist unbedingt nötig, denn ohne Progesteron würde die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut – eine Menstruationsblutung wäre die Folge.

Das HCG kann von Schwangerschaftstests im Urin festgestellt werden. Da die Konzentration des Hormons individuell unterschiedlich steigt, kann ein Test also auch ein negatives Ergebnis anzeigen, obwohl man schon schwanger ist. Generell ist es mit Frühtests aber möglich, bereits kurz nach dem Ausbleiben der Regel eine Schwangerschaft festzustellen.

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