Die 13.–16. Schwangerschaftswoche: was passiert?

Die große SSW-Serie

01.Dez 2019
Deutsch


Foto: Felipe Bustillo on Unsplash

 

Wie schaut es gerade aus im Bauch?

Der Fötus ist mittlerweile auch optisch ein richtiges Mini-Menschlein und beginnt aktiver zu werden: er strampelt mit Armen und Beinen und dreht sich herum. Alle Organe sind angelegt – jetzt geht es um Wachstum und Reifung. Um alle Funktionen zu trainieren, wird zum Beispiel Fruchtwasser geschluckt und Atembewegungen werden durchgeführt. Auf diese Weise werden jetzt schon Nieren-, Darm- und Lungentätigkeit angeregt. Aus Knorpeln werden zunehmend Knochen, die nun im Ultraschall besser sichtbar sind. Das Ohr ist so weit ausgebildet, dass der Fötus auch schon Geräusche wahrnimmt.

Das Geschlecht kann bei guten Ultraschallgeräten bzw. optimaler Lage des Babys erkennbar sein.

Das Baby ist am Ende in etwa so groß wie ein Paprika und wiegt ca. 100 Gramm.

 

Und wie geht es der Mutter?

Besser! Bei den meisten Schwangeren, die mit Übelkeit und/oder übermäßiger Müdigkeit zu kämpfen hatten, hören die Beschwerden auf. Viele Frauen fühlen sich jetzt richtig gut, wieder voller Kraft und können die Schwangerschaft mehr genießen. Auch die Sorge über eine mögliche Fehlgeburt ist normaler Weise nun ebenso verfolgen wie die Frage, ob man denn genug zunimmt. Spätestens jetzt dreht sich das Problem eher in die andere Richtung: es wird für manche schwieriger, nicht zu viel zuzunehmen. Normal ist in dieser Phase eine Gewichtszunahme von ca. 200-250g pro Woche.* Vor allem die Übelkeitsgeplagten haben jetzt vielleicht vermehrt Appetit. Wenn es dir so richtig gut geht, ist nun ein guter Moment, um noch einen Urlaub zu planen. Vom 4. bis zum 6. Monat ist eine gemeinsame Auszeit bei vielen Schwangeren rein körperlich besonders ideal.

Achtung bei plötzlicher Gewichtszunahme: Wenn du ganz schnell sehr viel zunimmst und das Gefühl hast, dass es sich vor allem um Wassereinlagerungen handelt, sprich unbedingt sofort mit einem Arzt bzw. einer Ärztin, da es sich um Nierenprobleme handeln kann.

Manche können das Baby am Ende des 4. Monats schon spüren – mach dir aber keinen Stress, falls das bei dir nicht der Fall ist. Auch die Lage der Plazenta hat darauf einen Einfluss und es ist oft schwer, Darmbewegungen von Babyberührungen zu unterscheiden.

Die Plazenta übernimmt nun ganz die Versorgung und wiegt am Ende des 4. Monats schon fast 1 Kilo! Das Progesteronlevel steigt an, was unter anderem auch dazu führt, dass die glatte Muskulatur sich verändert. Das kann auch Auswirkungen auf den Verdauungsapparat haben: Verstopfungen können auftreten und die Neigung zu niedrigem Blutdruck steigt.*

Unterleibsschmerzen sind in gewissem Maß normal, da das Baby jetzt sehr schnell wächst und sich die Gebärmutter und alle Strukturen rundherum dehnen und verändern müssen. Der Druck auf die Blase nimmt ebenfalls zu. Wenn du also länger herumläufst und eine Pause brauchst, nimm dir die Zeit. Kläre Schmerzen, die dich beunruhigen aber jedenfalls immer mit Fachpersonal ab – ob nun in der gynäkologischen Praxis oder bei einer Hebamme!

Einige Veränderungen und Beschwerden, die jetzt häufig vorkommen:
Gewichtszunahme, Sodbrennen, mehr Hunger, mehr Energie, Hautveränderungen (sowohl Verbesserungen als auch Verschlechterungen mit Pickeln, stärkere Pigmentierung von z.B. Brustwarzen, Neurodermitis-Schübe können auftreten), Brustwachstum und nicht zuletzt:

die Schwangerschaft wird für Außenstehende langsam sichtbar

 

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*Quelle: https://www.netdoktor.at/familie/schwangerschaft/13-ssw-6801565

 

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