Die 7.-8. Schwangerschaftswoche: was passiert?

Gefühlschaos und andere spannende Entwicklungen

17.Nov 2019
Deutsch

Wie schaut es gerade aus im Bauch?
Der Embryo ist jetzt bis zu 13 mm groß und wiegt nur wenige Gramm. Mit ca. 3 cm Größe ist die Fruchthöhle jetzt auch schon gut zu erkennen.


Foto: Marcelo Mataraz on Unsplash
 

Ein rasantes Wachstum gibt es beim Kopf: das Gehirn entwickelt sich und beginnt gewisse Funktionen zu übernehmen. Das Rückenmark schließt sich und die Sinnesorgane entstehen: Die Augen und Grübchen für die Ohren bilden sich.

Unterkörper und Extremitäten sind noch verhältnismäßig unterentwickelt - es sind nur kleine Knospen zu erkennen und der Kopf ist insgesamt wesentlich größer. Doch auch bei Armen und Beinen tut sich Spannendes: langsam verdichtet sich das Gewebe zu Knorpeln, aus denen sich dann Knochen entwickeln.

Auch alle wichtigen Organe und Körpersysteme entstehen bereits jetzt: Lunge, Magen, Darm und Speiseröhre sind angelegt und reifen bis zur Geburt.

Nach und nach übernimmt die Plazenta die Aufgabe der Versorgung, denn der Dottersack bildet sich zurück.

Und wie geht es der Mutter?
Gefühlsachterbahn deluxe! Die Hormone spielen verrückt und die Stimmung macht mit. Aber keine Sorge – vielleicht auch zur Beruhigung für das persönliche Umfeld – der Zustand hält nicht an …

Schlimmer werden kann in diesem Zeitraum auch die Übelkeit. Dagegen kann übrigens auch Akupunktur helfen – einige Hebammen bieten dieses Service an.

Die Belohnung für Gefühlschaos und Übelkeit: Ultraschalluntersuchungen zeigen nun schon ein bisschen mehr. Darum wird nicht mehr nur der Durchmesser der Fruchthöhle gemessen, sondern auch die Scheitel-Steiß-Länge des Embyos. Ausgehend von dieser Größe kann es auch sein, dass das Alter des Fötus und damit der voraussichtliche Geburtstermin noch korrigiert wird.

Eine gute Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist natürlich nach wie vor sehr wichtig. Wer viel Mineralwasser trinkt, schlägt gleich 2 Fliegen mit einer Klappe: man nimmt Mineralien zu sich und sorgt für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Mehr essen ist (noch) nicht notwendig, dafür ist es gut, auf einen etwas geänderten Bedarf zu reagieren: der Körper braucht etwas mehr Eiweiß, aber weniger einfache Kohlehydrate (sprich: weißer Zucker) – das lässt den Blutzucker nämlich rasch steigen und das kann in Hinblick auf Schwangerschaftsdiabetes ungünstig sein.

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