Die erste Zeit in der Kinderkrippe

3 Tipps für eine erfolgreiche Eingewöhnung

19.Apr 2017
Deutsch

Die Eingewöhnung in eine Fremdbetreuung ist für dein Kind mit einem Erlebnis der Trennung verbunden. Bisher war es ja in die vertraute Nestwärme zu Hause gebettet, Du wirst nun deinen Liebling für mehrere Stunden täglich noch unbekannte Hände geben. Deshalb kann es in dieser Zeit innerhalb der Familie zu Anspannung und Unsicherheit kommen. Vor allem dann, wenn du deinen beruflichen Wiedereinstieg planst. Denn dafür benötigst du deine ganze Aufmerksamkeit und sehr viel Selbstdisziplin. Um einen stabilen Rhythmus im Alltag herzustellen, sollten die Eltern diese erste Zeit in der Kinderkrippe gut begleiten. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die den Einstieg ein wenig erleichtern sollen.

 

Die erste Zeit in der KinderkrippeFotos: Shutterstock

 

1. Besuche die Kinderkrippe vor der Eingewöhnung

Ab etwa dem ersten Lebensjahr hat das Kind noch nicht die Reife, sich in der Welt ohne Eltern zu orientieren. Durch den Eintritt in die Kinderkrippe, muss es aber lernen, ein anderes Umfeld als das Zuhause zu akzeptieren. Deshalb ist es sinnvoll, mit dem Kind mehrere Spaziergänge zur Krippe zu unternehmen. So lernt es den Weg kennen, und gewöhnt sich an die Umgebung. Wenn das mit der Krippenleitung vereinbar ist, zeige dem Kind mehrmals die Räumlichkeiten. Die vielen Eindrücke nimmt es über seine Sinne auf. So wird ihm das rege Treiben mit den anderen Kindern vertraut. Mehrere Kurzbesuche mit Mama oder Papa signalisieren dem Kind, dass die Familie in greifbarer Nähe ist.

2. Sprich mit deinem Kind darüber

Selbst wenn dein Kind noch sehr jung ist, ist es hilfreich, wenn du über die Neuerungen die auf euch zukommen sprichst. Es hat vermutlich selbst noch einen kleinen Sprachschatz, aber es versteht dich. Ältere Geschwisterkinder in den Prozess miteinzubeziehen ist ebenfalls hilfreich. Einige Tage vor dem ersten Tag der Eingewöhnung, erzähle dem Kind immer wieder von der Krippe. Bestärke dein Kleines darin, dass es sich dort wohlfühlen wird. Erzähle von Spiel und Spaß. Sag ihm auch, dass du (oder ein anderes Familienmitglied) es jederzeit abholen wirst, wenn es sich nicht wohlfühlt. Gib ihm die Sicherheit, die es braucht.

3. Steigere die Zeit in der Krippe behutsam

Je nach Charakter des Kindes, fühlt es sich im neuen Umfeld spontan wohl, oder es verhält sich ängstlich. Beobachte dein Kind in den ersten Tagen der Eingewöhnung. Manche Kinder reagieren erst zeitverzögert auf die Abwesenheit der Eltern. Deshalb ist der rege Austausch mit den Kinderbetreuerinnen so wichtig. Sie werden dir sagen, wie die ersten Stunden verlaufen sind. Manche Kinder weinen bitterlich, während des Abschieds von der Mama.

Das kann dir das Herz zerpflücken. Telefoniere eventuell mit der Krippenleitung, damit du sicher gehen kannst, dass sich dein Kind in deiner Abwesenheit rasch wieder beruhigt hat. Bleibe in greifbarer Nähe, damit du deinen Schatz schnell abholen kannst, wenn es die Situation erfordert. Steigere die Aufenthaltsdauer in der Krippe unter Absprache mit der Betreuung so behutsam wie möglich.

 

Die erste Zeit in der Kinderkrippe

Wichtig ist, dass du dich in den Stunden, die du für dich oder für Erledigungen nutzen kannst, ebenfalls wohlfühlst. Auch du brauchst die Sicherheit, dass alles in bester Ordnung ist!

 
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