Die Hausgeburt

Vorteile und Risiken bei der Entbindung im eigenen Schlafzimmer

27.Jun 2016
Deutsch

Im Laufe der Schwangerschaft steht jede Frau vor der wichtigen Frage. Wo entbinde ich am besten? Klar, ein Krankenhaus oder ein Geburtshaus stehen ganz oben auf der Liste. Aber hast du schon einmal über eine Hausgeburt nachgedacht? Klar ist, dass diese Entbindungsmethode wieder an Popularität gewonnen hat. In der gewohnten Umgebung zu entbinden ist für viele Frauen einfach ein angenehmer Gedanke.

Die Hausgeburt

Foto: Shutterstock

Den intimen und wertvollen Moment der Geburt in den eigenen vier Wänden zu erleben, nur in Gesellschaft einer Hebamme und des Liebsten – dies ist für Schwangere, die sich für die Hausgeburt entscheiden wohl das Hauptargument. Ein weiterer Vorteil: Du kannst während der Geburt völlig auf deinen Instinkt hören. Du kannst dir die Stellung, in der du entbinden möchtest, frei aussuchen. Du kannst ein warmes Bad nehmen oder ein paar Schritte gehen. In heimischer und vertrauter Umgebung, ganz ohne das sterile und kühle Umfeld einer Geburtsklinik, ist es wesentlich einfacher, ein wohliges Gefühl zu schaffen. Außerdem kannst du im Gegensatz zu einer Entbindung im Krankenhaus zu Hause direkt mit deinem Baby kuscheln. Keiner wird es dir zum Wiegen oder Messen wegnehmen. Der Moment gehört einzig und alleine dir und deinem Partner.

Eine Geburt im eigenen Heim bedarf natürlich gewisser Vorbereitung. In jedem Fall solltest du dich rechtzeitig um eine Hebamme kümmern. Denn nur ein Teil der Hebammen betreuen Hausgeburten, daher ist die Nachfrage natürlich hoch. Gerade den Erstgebärenden unter euch empfehlen wir, sich früh die Unterstützung einer Hebamme zu sichern.

Für wen sich keine Hausgeburt eignet

Eine Hausgeburt birgt natürlich auch Risiken. In einem Krankenhaus steht der Mutter und dem Kind jederzeit die notwendige medizinische Betreuung zur Verfügung. Deswegen raten wir gerade bei Risikoschwangerschaften ganz klar von einer Geburt in den eigenen vier Wänden ab! Sollte es während der Geburt zu Komplikationen kommen, kann die werdende Mutter im Krankenhaus wesentlich schneller versorgt werden, als dies zu Hause möglich ist.

Wenn du eine Hausgeburt in Betracht ziehst, sprich frühzeitig mit deinem Frauenarzt über dein Vorhaben! Gibt dieser sein Ok, bleibt am Ende nur eines: Vertraue auf dein Bauchgefühl!

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