Die paradiesische Powernahrung, Obst!

Frisches Superfood in der Schwangerschaft

29.Jul 2019
Deutsch

Mit Obst kannst du Heißhunger-Attacken vorbeugen, denn es gibt kaum einen besseren Snack für Zwischendurch. Die besten Sonnenfrüchte wachsen ja glücklicherweise bei uns meist gleich vor der Haustür. (Außer im tiefsten Winter.) Deshalb ist es speziell in der Schwangerschaft ideal, wenn Obst auf dem Speiseplan ganz oben steht.

Obstschale

Noch dazu ist Obst Anti-Ageing Skinfood vom Feinsten! Immerhin dürfen einige Früchte wie zum Beispiel Kokosnüsse, Papaya oder Avocados auch als Gesichts- oder Body-Maske ins private Beauty Department Einzug halten.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Faktor Körperklima. Mit Obst kannst du ausgleichen, was an Temperaturschwankungen auftaucht. Während im Sommer eher die stets erfrischende Wassermelone auf den Teller kommt, haben spätestens, wenn sich die Blätter an den Bäumen kunterbunt färben, Pflaumen und Birnen vom Marktstand den Vorzug. Und ein frisch geraspelter Apfel ist sowieso über´s Jahr DER Alleskönner. Egal ob als Tee, Apfelsaft, Apfelessig und was es sonst noch so im Apfel-Himmel gibt. Beispielsweise stärkt eine Mischung aus 2EL Apfelessig, 2El Honig und 150ml Wasser das Immunsystem. Oder auch zur äußeren Anwendung als Apfel-Haarmaske zeigt die Frucht ihr Können.

Grundsätzlich sind auch in der Schwangerschaft alle Obstsorten erlaubt, außer es tritt eine Unverträglichkeit auf und du reagierst mit Hautrötungen oder Ähnlichem. (Dann bitte unbedingt zum Arzt!) Wichtig ist eine gute Qualität, und dass die Früchte möglichst naturbelassen verzehrt werden. Geht es um den Superfood-Benefit, ist allerdings bisher nicht ausreichend belegt, ob beispielsweise Kirschen gegen Kopfschmerzen helfen oder etwa Beeren entzündungshemmend wirken. Die enorme Menge an Antioxidantien in heimischen Beeren ist aber Grund genug für das regelmäßige Naschen von Blaubeere, Himbeere, Johannisbeere, Aronia, Maulbeere & Co.

Tipp: Statt dem Spülen der Beeren unter Fließwasser verhindert das Absenken ins Wasserbad mit dem Sieb, dass die weichen Früchte matschig werden und verderben.
 

Cantalupe-Melone oder Aprikose?

Ähnlich wie die allseits beliebte Süßkartoffel sind Aprikosen und Cantalupe-Melonen reich an Vitamin A und deshalb ideal für werdende Mütter. Da die Aprikose bei uns heimisch ist, verliert sie durch kürzere Transportwege weniger Nährstoffe. Für jene Mamas in spe, die gerne die Klimabilanz verbessern und auf regional setzen. Die Cantalupe ist zwar erfrischender und gut geeignet zum Aufpeppen von reichhaltigen Salaten, allerdings ist hier ein wenig Vorsicht geboten. Krankmachende Bakterien sind bei Netzmelonen generell keine Seltenheit. Vor allem bei verzehrfertig verpackter, vorgeschnittener Melone. Zum Schutz vor Infektionen deshalb kühlen oder noch besser zur ganzen Frucht greifen. Wenn die Cantalupe-Melone an beiden Nabelstellen süßlich duftet, ist sie garantiert schon reif.
 

Papaya, die Frucht der Engel

Im letzten Trimester, wenn der Babybauch groß geworden ist, steigt das Hitzeempfinden bei den meisten Mamis in spe stark an. Da kann exotisches Superfood, das kühlt Abhilfe schaffen. Die tropische Papaya mit dem süß-saftigen, orangefarbenem bis kirschrotem Fruchtfleisch ist dabei einer der Alleskönner unter den Exoten.

Bis auf die dicke grün-gelbe Schale kannst du hiervon wirklich alles verwerten. Je mehr von den kleinen schwarzen, pfeffrigen Kernen in der Frucht sind, umso reichhaltiger ist sie. Die Frucht ist eine wahre Nährstoffbombe mit den wichtigsten Mineralstoffen wie Natrium, Kalium, Calzium, Phosphor und Magnesium aber auch vielen Vitaminen – alles essenziell für Schwangere. Und wenn du die Papaya-Kerne trocknest, kannst du sie als fruchtigen Ersatz für Pfeffer verwenden. Dies soll den Darm wunderbar von Eindringlingen wie Pilzen oder Parasiten reinigen.

Wirf´ auch die Fasern am inneren Fruchtfleisch nicht weg. Entferne sie stattdessen mit einem kleinen Löffel und lege sie später als Gesichtsmaske auf. Mit einem Schuss Olivenöl und einer halben Avocado glatt verrührt ergibt das ein fantastisches Skinfood. Das in der Kosmetik angepriesene Verdauungsenzym Papain macht die Haut elastisch, soll Falten mindern oder auch vorbeugend wirken. Außerdem mindert es antioxidative Stresssymptome der Haut.

Schwangeren wird die Papaya deshalb ans Herz gelegt, weil sie Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Magenverstimmungen und Verstopfung lindert. Das an unzähligen Nährstoffen und Ballaststoffen reiche Fruchtfleisch der Papaya fördert nämlich die Verdauung durch das proteinspaltende Papain.
 

Foto: Shutterstock

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