Die Wassergeburt

Sanfte Geburt im Wasser

22.Okt 2016
Deutsch

Im Laufe deiner Schwangerschaft wirst du dir jede Menge Fragen stellen und auch vieles zu entscheiden haben. Früher oder später geht es dann auch darum, wie du dein Baby gerne auf die Welt bringen möchtest. Hier wollen wir uns einer dieser Möglichkeiten widmen – der Wassergeburt.

Bei der Wassergeburt findet der gesamte Geburtsablauf in der Gebärwanne statt. Viele Frauen schwören auf die Wassergeburt, weil die Geburt in der Badewanne entspannter und sanfter verlaufen kann. Mehr als ein Drittel aller werdenden Mütter wollen ihr Baby in der Wanne bekommen. Aber nur eines von 20 Kindern schwimmt bisher auch tatsächlich auf die Welt.

Die Wassergeburt

Foto: Shutterstock

Was sind die Vorteile der Wassergeburt?

Wenn sich die Frau im Wasser wohl fühlt und von der Hebamme gut betreut wird, kann sich der Aufenthalt im Wasser während der Geburt positiv auf den gesamten Entbindungsverlauf auswirken. Oft bedeutet das

  • weniger Schmerzen,
  • weniger Stress fürs Baby,
  • mehr Selbstbestimmung und
  • seltener Dammrisse.

Die Wassergeburt

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Wann kannst du eine Wassergeburt haben?

  • Wenn das Kind voll ausgereift ist und sich normal entwickelt hat,
  • wenn du keine Vorerkrankungen hattest, zum Beispiel Infektionen wie Hepatitis B oder HIV oder Diabetes mellitus,
  • wenn du keine Blutungen in der Spätschwangerschaft hattest,
  • wenn du keine schweren Infektionen in der Schwangerschaft hattest,
  • wenn das Kind nicht in Steißlage liegt und
  • wenn du keine Mehrlinge erwartest.

Die Wassergeburt

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Kann das Kind bei einer Wassergeburt nicht ertrinken?

Zukünftige Mutter befürchten manchmal, dass ihr Baby bei einer Wassergeburt Wasser in die Lunge bekommen und dadurch ertrinken könnte. Doch diese Sorge ist unbegründet. Denn Babys haben einen angeborenen Reflex, der die Luftröhre verschließt, der sogenannte "Tauchreflex".

Brauche ich für eine Wassergeburt spezielle Voruntersuchungen?

Nein. Die im Mutterpass vorgesehenen Kontrollen genügen.

Wenn du dich für eine Wassergeburt interessierst, solltest du das ehestmöglich mit deinem behandelnden Arzt und, wenn du hast, deiner Hebamme besprechen.

 

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