Diese 5 Tipps helfen gegen wunde Brustwarzen

Schmerzende Mamillen: das sollte kein Grund zum Abstillen sein

13.Mai 2018
Deutsch

Zu frühzeitigem Abstillen kommt es in den meisten Fällen, weil die Brustwarzen (Mamillen) wund werden und dadurch schmerzen. Aber im Grunde können mehrere Faktoren deine Frustration beim Stillen verstärken. Im hektischen Alltag einer Geburtsklinik kommt es durchaus vor, dass zum Beispiel die diensthabende Hebamme nicht auf deine Startprobleme beim Stillen eingehen kann. Leider steigert es nicht gerade die Still-Lust, wenn du nach der Geburt keine, oder nur wenig Unterstützung dabei findest. Deshalb ist es mit Sicherheit vorteilhaft, wenn du dir schon vorab ein wenig Gedanken über mögliche Stillprobleme machst.

Gleich nach dem Milcheinschuss der Vormilch (Kolostrum), kann es medizinische Gründe dafür geben, warum das Stillen nicht auf Anhieb klappt. Diese solltest du unbedingt rasch mit einer Hebamme oder einem Arzt abklären. Dazu zählen zum Beispiel ein schwacher Milchfluss, schlechte Durchblutung, oder die mangelnde Elastizität der Brustwarze. Womöglich hat auch dein Baby ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen, oder andere Abweichungen an Mund, Kiefer und Gaumen. Ist medizinisch aber alles abgeklärt, solltest du dem Stillen eine Chance geben!

Außerdem zählen Fehler bei der Anlegetechnik oder auch die Fehlinterpretation des Saugverhaltens beim Neugeborenen zu herkömmlichen Ursachen für wunde Mamillen.

Diese 5 Tipps helfen gegen wunde Brustwarzen

Foto: MAM

Was hilft bei schmerzenden Brustwarzen? Unsere 5 Tipps:

  • Stillberatung durch eine erfahrene Hebamme: Stillen nach Bedarf (anfangs häufig),
    Korrektur der Anlegetechnik, sodass es nicht zu einer Brustschwellung kommt.
  • Hausmittel für das Wundmanagement wie Kokosöl oder überschüssige Muttermilch, aber auch entzündungshemmende, kühlende Kompressen (z.B. Wirsingblätter, Aloe Vera) sowie ein Salbenverband mit hochgereinigtem Wollfett – jeweils dick aufgetragen.
  • Gute Pflege und Hygiene der Brustwarzen: nach dem Stillen die Reinigung mit lauwarmen Wasser, nach Bedarf der Einsatz von Stilleinlagen .
  • Kurzfristige Stillpausen mit dem Entleeren (sanftes Ausstreifen) der Brust von Hand, oder der vorübergehende Einsatz einer Pumpe.
  • Verwenden von Stillhütchen: dabei ist die passende Größe und ein guter Sitz für die richtige Anwendung zur Schmerzlinderung wichtig.

 

Außerdem solltest du dich trotz möglicher Anfangsschwierigkeiten beim Stillen zunehmend wohlfühlen. Nach einer kurzen Weile sollte sich ein selbstverständlicher Ablauf einpendeln. Sobald das Baby die ersten Zähnchen bekommt (ab etwa dem 5. Lebensmonat), kann es allerdings wieder zu wunden Mamillen kommen, weil der Kiefer des Babys schmerzt und das Saugen deines Kleinen dadurch ruheloser wird. Es kann sogar sein, dass es ab und an in die Brustwarze beißt.

Deshalb solltest du deinem Schatz stattdessen einen Beißring anbieten. Die Gefahr einer Entzündung erhöht sich nämlich grundsätzlich, sobald das Baby damit beginnt, Dinge mit in den Mund zu stecken und so oral zu erforschen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion deiner Brustwarzen, solltest du auf alle Fälle professionelle Hilfe einbeziehen. 

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