Digital Natives: Kleinkind mit Smartphone, Tablet & Co

Pädagogische Gefahr im Verzug?

05.Jun 2017
Deutsch

Wir schreiben das Jahr 2017:  Längst gibt es eigens für Babys konzipierte Spiele. In Form von Apps für das Smartphone oder für andere mobile Geräte. Fluch oder Segen? Die Meinungen gehen hier ganz schön auseinander. Sei es nun von pädagogischen Experten oder in den Reihen der Eltern. Eines ist sicher: Unsere Kinder sind Digital Natives, die Nutzung digitaler Geräte wird bleiben und die Technologie wird sich weiterentwickeln. Aber der Umgang damit, bleibt letztlich uns überlassen. Doch gibt es nun so etwas wie einen Leitfaden, an dem wir uns als Eltern orientieren können?  Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt.

Elektrosensibilität – Ist Mobilfunk eine unterschätzte Gefahr?

Eine Sache sollten wir mal vorwegnehmen. Studien über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf den menschlichen Organismus Ergebnisse aus Studien, waren nicht so eindeutig dass in der Gesellschaft ein Problembewusstsein daraus entstanden wäre. Man kann aber bereits vieles über mögliche Gefahren nachlesen. Von chronischen Entzündungen bis zur Entstehung von Gehirntumoren werden mehrere Symptome damit in Zusammenhang gebracht. Wie sich diese Strahlung auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt, können wir noch nicht klar festmachen. Aber Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Deshalb ist ein bewusster Umgang mit dem Einsatz von mobilen Geräten prinzipiell empfehlenswert.

 

Digital Natives: Kleinkind mit Smartphone, Tablet & CoFotos: Shutterstock

#1 Der Schlafbereich von Kindern sollte frei von Mobilfunk sein

Deine räumlichen Gegebenheiten geben deine Möglichkeiten im Umgang mit Strahlung vor. Aber es ist eine naheliegende Empfehlung, den Schlafbereich so WLAN-frei wie möglich zu halten. Nutze Standleitungen für die Aktivierung des Internets und halte jene Zeitperioden kurz, die mit WLAN oder mobilem Datenfunk genutzt werden. 

Umgang mit digitalen Medien:  Ja, aber mit pädagogischem Know-How

Nach wie vor vertreten einige Psychologen die Meinung, dass Kinder erst ab dem 13. Lebensjahr mit Smartphones in Berührung kommen sollten (und das nur um mit den Eltern zu telefonieren). Im Zeitalter der Digital Natives ist dies in der Praxis aber nur schwer umzusetzen.

Denn Kinder imitieren uns. Und nachdem fast alle Erwachsenen rund um die Uhr mit den kleinen elektronischen Kästchen hantieren, ahmen uns die Kleinen schon im Babyalter nach. Der gutgemeinte Versuch, sie mit Nachbildungen aus dem Spielzeugladen zu unterhalten, scheitert meist nach kurzer Zeit. Denn unsere Kleinen sind schlau und finden rasch heraus, dass mit der Attrappe nicht viel anzufangen ist.

#2 Deshalb macht es Sinn, wenn:

  • du Spiele für Tablet & Smartphone anbietest 
  • das Kind nur in deinem Beisein spielen lässt
  • während einer kurzen Zeitperiode gespielt wird. Diese wird  vorab vereinbart -bei Kleinkindern (4 bis 6 jahre) werden max. 30 Minuten am Tag empfohlen.

Digital Natives: Kleinkind mit Smartphone, Tablet & Co

#3 Die Auswahl der Spiele

Kostenfreie Unterhaltungsspiele sind meist nicht von besonders hoher Qualität. Orientiere dich deshalb an den zahlreichen Angeboten von Lernspielen. Natürlich kann es auch mal reine Unterhaltung sein. Es gibt aber Spiele, die beides vereinbaren.

Eine bewährte Online Plattform für tolle Lernspiele ist Poissonrouge. Viele, der dort angebotenen Spiele sind schon im Kleinkindalter (ab etwa 3 Jahren) einfach zu bedienen. Sie sind lehrreich, farbenfroh und unterhaltsam. Apps zum Download findest du dort ebenfalls, diese sind allerdings kostenpflichtig. (Sprachen: Englisch, Französisch).

Die EU-Initiative Klicksafe für Sicherheit im Netz bietet ebenfalls Apps, Online Lernmodule und Unterhaltungsspiele für Kinder an.

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