Dinge, die du tun solltest, bevor das Baby da ist 

Blog Gastartikel: Mini and Me

15.Okt 2016
Deutsch

„Was du tun solltest, bevor das Baby da ist“ weiß unsere Gastautorin Jeannine vom Blog Mini and Me. Und auch, warum du manche dieser Tipps getrost ignorieren kannst. Viel Vergnügen!

Dinge, die du tun solltest, bevor das Baby da ist 

Foto: Mini and me

Sobald meine Babykugel eine gewisse Größe erreicht hatte und angesichts der Hitze des Sommers, verbrachte ich als Schwangere bald mehr Zeit auf der Couch als unterwegs. Spätestens dann war es soweit: Obwohl ich mich lange gewehrt und ständig versucht hatte, doch noch in meinen Philosophiebüchern zu versinken, holte ich bald die hochglanzpolierten Mama-Magazine hervor. In diesen Zeitschriften fand ich ein paar wirklich interessante Dinge, las zum Beispiel über Hypno-Birthing und Attachment Parenting – die Liste der englischen Fachvokabel wird da sehr schnell sehr lang.

Ich stolperte in dieser Zeit aber auch über unzählige Tipp-Listen.  Die Überschrift „10 Dinge, die du machen solltest, bevor das Baby da ist“ lachte mir mit am häufigsten entgegen. Ein paar Punkte erschienen mir bereits während meiner Schwangerschaft seltsam. Rückblickend betrachtet, sollte ich in manchen Fällen sogar recht behalten...

„Schau dir unbedingt nochmal deinen Lieblingsfilm an, bevor das Baby da ist!“

Ich las diesen Tipp  zum ersten Mal bei einer guten Tasse Cappuccino. Jedesmal, wenn ich über diesen Ratschlag stolperte, dachte ich mir: Kann es wirklich sein, dass ich mit Baby nicht einmal eine Stunde Zeit finde, um einen Film oder eine meiner liebsten Serien zu gucken? Ich denke es war wohl eine Mischung aus „nicht wahrhaben wollen“ und „nicht vorstellen können“. Rückblickend betrachtet kann ich sagen, dass dieser Tipp Blödsinn ist. Es ist als Mama sehr wohl möglich, deinen Lieblingsfilm oder eine Serie zu gucken, die dich begeistert. Vielleicht etwas leiser als früher, zu anderen Uhrzeiten und nicht fünf Folgen „Game of Thrones“ am Stück... Aber nach meiner Erfahrung muss die Mama-to-be keinen vorgeburtlichen Filmeabend oder Serienmarathon starten, um nichts zu verpassen.

 „Schlaf ganz viel und lange! Wenn das Baby erst einmal da ist, wirst du dazu keine Gelegenheit mehr haben!“ In Ordnung, ja, der zweite Satz stimmt so: Ich habe in den vergangenen zwei Jahren etwa drei bis fünf mal eine Nacht durchgeschlafen – that’s it. Nachts nur zwei Mal aufgeweckt zu werden und vielleicht sogar erst um acht Uhr morgens aufzustehen, grenzt fast an ein kleines Wunder.

Warum dieser Tipp, den ich übrigens auch von befreundeten Mamas bekommen habe, für mich jedoch schon in der Schwangerschaft keinen Sinn ergeben hat: Ich kann Schlaf nicht speichern. Also, bewusst das lange Schlafen genießen – ja. Aber jetzt schon die Batterien auffüllen für einen Schlafmangel, der erst in ein paar Wochen entstehen wird... nein, damit konnte ich nichts anfangen.

Und sind wir mal ehrlich: Vor meiner Mamarolle hatte ich keine Ahnung, wie sehr man Schlaf wirklich genießen kann.

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