Ein paar Kilo zu viel – Ach was!

Ist das Abnehmen während der Schwangerschaft sogar gesundheitsschädigend?

26.Feb 2018
Deutsch

Ausgerechnet wenn du schwanger bist an dein Idealgewicht zu denken, ist keine so gute Idee. Diäten oder Fastentage entziehen dem Baby nämlich wichtige Nährstoffe, die es für sein Wachstum braucht. Schlemme dich vital! Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind die besten Lieferanten für alle wichtigen Aufbaustoffe, die du jetzt als Mama in spe brauchst. Das sind doch allemal gute Nachrichten! Ein paar zusätzliche Pfunde oder Röllchen an den Hüften haben schließlich noch keiner werdenden Mama geschadet. Genieße die Zeit der Schwangerschaft lieber in vollen Zügen!

Ein paar Kilo zu viel – Ach was!

Foto: Shutterstock

Diät während der Schwangerschaft?

Übergewicht vor und während der Schwangerschaft, kann durchaus ein zusätzlicher Risikofaktor sein, weil man dadurch womöglich anfälliger für diverse Schwangerschaftsbeschwerden, wie zum Beispiel für die Schwangerschaftsvergiftung Gestose oder für Schwangerschaftsdiabetes ist.
Da die gesunde Entwicklung des Babys aber keinesfalls gestört werden sollte, darf eine Diät während der Schwangerschaft nur dann gemacht werden, wenn diese tatsächlich medizinisch notwendig ist. Und selbst dann, muss diese von Spezialisten genau überwacht werden.

 

Body-Mass-Index (BMI)

Die „normale" Gewichtszunahme in der Schwangerschaft variiert etwa zwischen 9 bis 16 Kilo. Der Body-Mass-Index (BMI) ist dabei eine Klassifizierungsgröße, um den durchschnittlichen Idealwert der Gewichtszunahme zu messen.

Ab einem erhöhten BMI zwischen 25 bis über 30 steigt dein Gesundheitsrisiko erheblich an. Bedenke, dass während der Schwangerschaft jedes Kilo zu viel für den Körper eine Belastung ist. Gelenke und Rücken werden durch das zusätzliche Gewicht an ihre Grenzen gebracht. Eine Wasseransammlung in den Beinen kann vorhandene Beschwerden noch verschlimmern.

Wenn du bereits vor der Schwangerschaft sehr schlank warst und einen BMI unter 18 hattest, dann solltest du jetzt ganz besonders auf eine ausreichende Ernährung achten. Mangelernährung kann für das Baby ein geringes Geburtsgewicht bedeuten, aber auch zu Wachstumsstörung des Fötus führen. Wenn du zu wenig isst, besteht außerdem die Gefahr einer Blutarmut (Anämie). Dabei kann das Baby nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Größere Portionen oder mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, sollten dem aber entgegenwirken.

BMI Richtwerte über die gesamte Schwangerschaft:

BMI < 20:              12,5 bis 18 kg Gewichtszunahme
BMI bis 25:            9 bis 16 kg ist der Durchschnittswert                                                                                           
BMI > 26: die Gewichtszunahme sollte 7 bis 11,5 kg nicht übersteigen

 

Iss dich und dein Baby gesund!

Übergewicht hat nicht unbedingt etwas mit Appetit auf Süßes zu tun. Hauptnahrungsstoffe wie Kohlehydrate (Nudeln oder Reis) sind bei der Gewichtszunahme sogar häufig vordergründig. Bei der Verdauung werden sie aber mit Hilfe von Enzymen in ihre Bestandteile zerlegt und zu Mehrfachzucker (Polysaccharide) umgewandelt. Diese Form von Zucker wirkt sich positiv auf die Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts aus. Sie ist auch für die Fettstoffwechselprozesse wichtig, kann aber auch bei übermäßigem Verzehr zu Übergewicht führen.
Deshalb solltest du dich wenn du schwanger bist vermehrt mit Obst und Gemüse ernähren, um dein Baby so mit dem „richtigen“ Zucker zu versorgen.
Zartbittere Bio-Schokolade ist aber durchaus auch zu empfehlen. Denn sie beruhigt die Nerven, stillt den Süßhunger und Kakao wirkt zusätzlich sogar entzündungshemmend.
Kleine Veränderungen deiner Ernährungsgewohnheiten können schon viel bewirken. Und wenn du die gesunde Routine der Nahrungsaufnahme beibehältst, fühlst du dich bestimmt auch nach der Geburt einfach pudelwohl in deinem Körper.

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