Ernährung: Frühstück in der Schwangerschaft

Das fängt doch gut an!

07.Okt 2016
Deutsch

Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler! Dieses Sprichwort ist allseits bekannt und eine Faustregel, die uns von Ernährungsexperten immer und immer wieder ans Herz gelegt wird. Für die Frühstücksmuffel unter uns ist es allerdings oft leichter gesagt als getan. Auch viele Frauen, die sonst morgens einen ausgeprägten Appetit haben, wollen sobald sie schwanger sind morgens alles, nur nicht essen. Dies gilt ganz besonders für das erste Schwangerschaftsdrittel wo wir oft mit Morgenübelkeit zu kämpfen haben.

Ernährung: Frühstück in der Schwangerschaft

Fotos: Shutterstock 

Trotz Unwohlsein und Übelkeit lautet unser Rat: Versuche jetzt wenigstens eine Kleinigkeit zu dir zu nehmen. Immerhin hat dein Körper gerade eine "Fastenzeit" von etwa zwölf Stunden hinter sich und braucht eine ausgewogene Nahrungsgrundlage, um für die nächsten Stunden leistungsfähig zu sein. Selbst mit einem kleinen Snack am morgen, einer halben Banane, einem Glas Orangensaft und einer Handvoll Nüsse kannst du dir und deinem Baby direkt nach dem Aufstehen etwas Gutes tun. Trinkjoghurt ist leicht bekömmlich – eine Handvoll eingerührter Haferflocken machen ihn gehaltvoll.

Ernährung: Frühstück in der Schwangerschaft

Tipp: Ein Glas heißes Wasser mit geriebenem Ingwer und einem Löffel Honig kann sogar gegen die Übelkeit helfen. Oft hilft es auch nach dem Aufwachen 5 bis 10 Minuten im Bett zu bleiben und an einem trockenen Keks zu kaufen, damit der Kreislauf langsam in Schwung kommt.

Ab der 16. bis 18.  Schwangerschaftswoche wirst du dann vermutlich spüren, dass das Baby mitisst. Nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Daher kommt das flaue Gefühl mit dem du morgens oftmals aufwachst. Deswegen sollte so früh wie möglich Kalorien-Nachschub her.Im letzten Schwangerschaftsdrittel legt dein Baby pro Woche mehrere hundert Gramm an Gewicht zu. Hierfür braucht es ordentlich Nährstoffe – für das Babywachstum vor allem Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate.

Solltest du jetzt allerdings zum Marmeladenbrot greifen wollen, müssen wir dich wohl enttäuschen. Du wirst zwar schnell satt sein, der Blutzuckerspiegel wird allerdings bald darauf schon wieder absacken. Die Folge: Ein knurrender Magen und mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Wenn dir morgens nach „süß“ ist, dann probiere doch mal ein Joghurt mit Früchten oder Müsli, selbstgemachtes Granola beziehungsweise Porrige mit reichlich frischem Obst. Falls du es lieber herzhaft magst, ist ein hart gekochtes Frühstücksei, eine Scheibe Vollkornbrot mit Avocado, Käse (Achtung hier – keine Rohmilchprodukte!) oder einem leckeren selbstgemachten Brotaufstrich  ein optimales gesundes und reichhaltiges Frühstück. Wenn du dazu noch einige Stücke frisches Obst und Gemüse isst, bist du gewappnet für den Tag.

Ernährung: Frühstück in der Schwangerschaft

Ein gesundes Frühstück gibt Power und Energie für den ganzen Tag! Nimm dir deshalb ausreichend Zeit. Iss wonach dir am jeweiligen Tag der Sinn steht und versuche diese Mahlzeit regelrecht zu zelebrieren. Stehe ruhig 20 Minuten früher auf, so wird es dir ganz leicht fallen das Frühstück in deine morgendliche Routine einzubauen. 

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