Erziehungsfragen: Streitpunkte bei Eltern

Das Kind als Bewährungsprobe für die Partnerschaft

06.Sep 2017
Deutsch

Bewährungsprobe Kind: „Gibt´s heute nichts als Babybrei zum Abendbrot?“, „Kannst bitte du die Windel wechseln - bei diesem Geruch wird mir übel ...“, „Die Essensreste vom Babyteller will ich nun wirklich nicht haben ...“. Selbst wenn die Liebe ganz groß ist und ihr bisher jedes Hindernis überwunden habt – mit dem neuen Familienmitglied ziehen auch neue mögliche Streitpunkte ein. Besonders für junge Eltern kann ein Baby so schnell zum Härtetest für die Partnerschaft werden.

Erziehungsfragen: Streitpunkte bei Eltern

Foto: Shutterstock

Bewährungsprobe Kind

Ungeahnte Hürden rollen plötzlich wie Lawinen über eure Köpfe. Denn der Eltern-Alltag zieht Mamas und Papas manchmal ordentlich den Nerv. Wer kann sich durchsetzen, wenn es um Erziehung geht? Oder um die Aufteilung der Zuständigkeiten im Haushalt? Wer ist Spielverderber, wer von euch würde am liebsten alles erlauben?

Vermutlich würde die Antwort lauten: Mal so - mal so, mal du – mal ich. Eine strikte Rollenaufteilung macht das Familienleben nicht unbedingt einfacher. Denn niemand bringt gerne immer nur den Müll raus, niemand sagt ständig „nein“ oder unterbricht das Spielen mit Kind, nur weil bald Schlafenszeit ist. Damit die Babyzeit nicht zum Beziehungskiller wird, ist es für ein Paar wichtig, zu wissen was sich durch den Zuwachs verändert. Denn nur so könnt ihr Streitpunkten auch aus dem Weg gehen.

Streitpunkte bei Eltern: Liebeskiller Haushalt & Kindererziehung

Mit Säugling im Haus kommt der Haushalt erst mal zum Stillstand. Schon als Hochschwangere ist die Mama (in spe) weniger einsatzfähig, aber wenn das Baby dann da ist, bleibt einfach viel liegen. Stillen, das Baby beruhigen und Windeln wechseln, ist nun schließlich am wichtigsten. Die Arbeitsaufteilung, die vor Kind vielleicht reibungslos funktioniert hatte, sollte nun neu verhandelt werden. Damit die Partnerschaft durch Wäscheberge und nicht gespültes Geschirr nicht unnötig strapaziert wird, solltet ihr gemeinsam nach Lösungen suchen. Wenn Papas Arbeitstage lang und anstrengend sind, organisiert euch eine Haushaltshilfe um.

Wenn Kinder quengeln, sich langweilen oder sogar toben, sind beide Eltern gefordert, die Ruhe zu bewahren. Aber wer hat schon die ultimative Engelsgeduld? Irgendwann reißt ganz einfach der Geduldsfaden. Ob nun bei Mama oder Papa. Einen Konflikt vor den Kindern austragen, ist aber keine gute Idee. Spannungen hinunterschlucken, auch nicht. Mit Ungeduld und anderen klar ausgedrückten Gefühlen kommen Kinder sehr gut klar. Wenn ihr als Paar euch aber uneinig seid, irritiert das euren Sprössling. Manche Kinder toben dann nur noch mehr, oder beginnen die Eltern gegeneinander auszuspielen. Sollte sich nun in Erziehungsfragen eine Diskussion ergeben, beschließt gemeinsam, sie zu einem anderen Zeitpunkt auszutragen. Zum einen ist dann die emotionale Luft raus. Zum anderen könnt ihr unter vier Augen eure elternstrategischen Themen diskutieren, und dafür einen gemeinsamen Nenner finden. So ein Vorgehen entlastet das Kind und stärkt die Partnerschaft.

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