Familie ist so viel mehr als Vater-Mutter-Kind

Blog Gastartikel: Stadt Land Mama

18.Jan 2018
Deutsch

Jede Familie hat ihre eigenen Regeln, jede Familie sieht anders aus – und Katharina von dem Blog Stadt Land Mama findet das ganz wunderbar.

Familie ist so viel mehr als Vater-Mutter-Kind

Foto: Shutterstock

Neulich beschäftigte sich die Kita-Gruppe meines Sohnes mit dem Thema Familie. Ein schönes Thema, das mich zum Nachdenken brachte. Was bedeutet heute eigentlich Familie? Ich setzte mich an den Rechner, bemühte Wikipedia: „Familie bezeichnet soziologisch eine durch Partnerschaft, Heirat, Lebenspartnerschaft, Adoption oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, meist aus Eltern und Kinder bestehend.“

Mein Kind drückte mir beim Abholen ein Bild in die Hand, er hatte vier rote Strichmännchen gemalt, bei denen die Arme aus den Beinen wachsen. Daneben stand: „Meine Familie sind Mama, Papa, meine Geschwister und ich. Papa ist am Größten und meine Mama bestimmt immer, was ich machen soll.“ Autsch. Das ist deutlich. 

Aber ein bisschen hat er recht. Bei mir gibt’s Regeln und Grenzen. Ich diskutiere morgens (noch) nicht darüber, was angezogen wird. Ich frage nicht, was er in die Vesper-Box haben will, sondern schmiere das aufs Brot, was im Kühlschrank ist. 

Ich kenne aber ganz viele Familien, in denen das anders läuft. Die Kids kriegen da nach dem Zähneputzen noch ein Stück Schoki oder bestimmen selbst, wann sie ins Bett gehen.
Bei einigen Familien schläft die ganze Familie samt Hund in einem Bett, in anderen braucht jeder seinen Platz und Ruhe. In einigen Familien sitzen acht Personen um den Frühstückstisch, andere Eltern haben nur ein Kind. 

Bei manch Familien gibt es zwei Mamas oder zwei Papas, oder die Mama erzieht das Kind ganz alleine. Manche Kinder haben zwei Stiefeltern und neue Geschwister. 

Laut einer Studie haben auch die meisten Deutschen begriffen, dass Familie so viel mehr ist als Vater-Mutter-Kind: 97 Prozent empfinden es als egal, ob die Eltern verheiratet sind, 88 Prozent akzeptieren Homosexuelle mit eigenen Kindern als Familie und 85 Prozent sind ohnehin Patchwork-Familien. Ein schönes Ergebnis nach dem Motto: Jeder macht es so, wie es für seine Familie richtig ist und Hauptsache, man hat sich lieb!
 

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