Familienbett: Getrennt oder gemeinsam?

Entspannte Nächte für Eltern und Kind

26.Jan 2017
Deutsch

Ruhe, Erholung und ausreichend Schlaf – diese Worte werden in den ersten Wochen und Monaten mit dem neuen Erdenbürger schnell zum alles entscheidenden Kriterium, das über Wohlbefinden und Harmonie entscheidet. Doch an welchem Ort schläft dein Baby am besten und wie genießt auch du die erholsamste Nachtruhe? Die Meinungen der Experten gehen in dieser Frage auseinander. Einig sind sich Fachleute ebenso wie erfahrene Mütter allerdings über eines: Dein Nachwuchs sollte in den ersten Lebensmonaten in deiner direkten Nähe schlafen. Auf diese Weise bekommst du sofort mit, wenn etwas mit deinem Baby nicht in Ordnung ist und bist außerdem in wenigen Sekunden zur Stelle, wenn dein Liebling deine Hilfe benötigt. Die vertrauten Atemgeräusche seiner Eltern helfen einem Kind zudem beim entspannten und friedlichen Schlaf. Doch sollte ein Baby dabei wirklich direkt im Elternbett schlafen? Wir haben uns das Thema mal genauer angesehen. 

 

Familienbett: Getrennt oder gemeinsam? Fotos: Shutterstock

Room Sharing Ja, Bed Sharing Nein

Der Vorteil des Familienbettes ergibt sich aus der unmittelbaren Nähe zum Baby. Dadurch kannst du deinen Nachwuchs einfach trösten und ihn beruhigen, kannst besonders unkompliziert auch in der Nacht stillen. Mütter fühlen sich in ihrem Schlaf auch weniger gestört und sind entspannter, wenn sie zur Fütterung das Bett nicht verlassen müssen. Darüber hinaus kannst du natürlich wesentlich schneller reagieren, wenn dein Baby hustet oder weint.

ABER im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Schlafen in einem Bett immer wieder diskutiert wird die Gefahr des plötzlichen Kindstodes, auch als SIDS bekannt. In diesem Bereich wird seit vielen Jahren umfassend geforscht, was laufend wissenschaftliche Erkenntnisse mit sich bringt. Allein die Empfehlungen für die Schlafposition des Babys haben sich in den letzten Jahren mehrmals verändert. Aktuell wird unter anderem empfohlen, das Baby auf den Rücken zu legen, eine feste, luftdurchlässige Matratze zu verwenden und auf dicke Bettdecken, Lammfelle und Nester im Babybett zu verzichten. Darüber hinaus sollen Babys aber auch nicht direkt im Elternbett, sondern lediglich im selben Zimmer wie Mama und Papa schlafen.

 

Familienbett: Getrennt oder gemeinsam?

Unser Fazit:

Die Argumente für das Schlafen des Babys im Elternbett ergeben sich fast ausschließlich durch die Nähe zu deinem Sprössling. Zumindest in den ersten 6 Lebensmonaten empfehlen wir daher, dass Babys zwar im Elternschlafzimmer, jedoch in einem eigenen Gitterbett schlafen.

Bei diesem Bett kann es sich durchaus auch um ein sogenanntes Beistellbett handeln, also ein Bett, das ans Elternbett herangestellt und über ein Verbindungsteil befestigt wird.  

Wichtig ist, dass das Babybett einen Lattenrost und keine zu weiche Matratze hat und nicht vor Heizkörpern und Fenstern aufgestellt wird. Aber auch bei dieser Schlafvariante mit Baby gibt es einige Voraussetzungen zu beachten. Zum einen sollten weder du noch dein Partner rauchen, Alkohol trinken oder bewusstseinsverändernde Medikamente (wie etwa Schlaftabletten oder Schmerzmittel) einnehmen. Die Körperausdünstungen können sonst dem Baby, das im Anstellbett schläft, schaden. 

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