Fehlstellungen bei Babyfüßchen

Wie kommt es zu Deformierungen?

12.Nov 2018
Deutsch

Während du als frischgebackene Mama mit der Freude über das Baby und Dingen wie das erste Mal Stillen beschäftigt bist, finden im Kreißsaal bereits die ersten wichtigen Untersuchungen (U1) beim Baby statt. Erfreulicherweise steht das Thema Früherkennung während der ersten Lebensmonate deines Sonnenscheins heutzutage im Mittelpunkt. Entwicklungsstörungen sollen rasch erkannt werden, denn in vielen Fällen ist eine möglichst unmittelbare medizinische Reaktion notwendig, um deinem Kleinen später Beschwerden zu ersparen. Ein großes Augenmerk wird dabei auch auf orthopädische Fehlstellungen gelenkt. Hierfür gilt, je eher diese festgestellt werden, desto größer ist die Chance auf eine vollständige Heilung.

Fehlstellungen bei Babyfüßchen

Foto: Shutterstock

Ganz besonders früh wird dabei die Hüfte untersucht. Zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag und der 12. bis 16. Lebenswoche (hierzu auch die Info über die U2 bis U5) gibt es ein Hüftscreening, eine Ultraschalluntersuchung. Denn es kann zum Beispiel bei Steiß- oder Beckenendlage im Mutterleib, oder während des Geburtsvorgangs zu einer Hüftluxation oder Hüftdysplasie kommen. In jedem Fall ist das rechtzeitige Handeln wichtig.

Ist die Hüftentwicklung nach der Geburt noch nicht vollständig abgeschlossen, rät der Kinderarzt zu breiten Wickeln mit einem zusätzlichen Handtuch oder einer Stoffwindel. Etwas Vorsicht ist beim Pucken jedoch geboten, damit die Hüfte nicht zusammengedrückt wird.

Bei den süßen kleinen Babyfüßchen ist die Sache ein Stück komplizierter, besser gesagt langwieriger. Keine Panik, wenn du nach der Geburt und in den ersten Wochen den Eindruck hast, dass die Füßchen deines Sprösslings deformiert aussehen! Die Entwicklung des Fußes dauert prinzipiell sehr lange und erst im 6. Lebensjahr etwa, ist der Kinderfuß in seine richtige Proportion hineingewachsen.

In seltenen Fällen kommt es zu Fußfehlstellung durch die falsche Lage in der Gebärmutter. Viel häufiger entsteht sie erst im Wachstum. Durch Faktoren wie Übergewicht und zu wenig Bewegung. Aber auch, weil es nun doch zu Fehlstellungen an Hüfte und Wirbelsäule gekommen ist. Oftmals handelt es sich um eine Kombination aus mehreren Defekten.
 

Die Arten einer Deformierung sind:

  • Klumpfuß
  • Knick-Senkfuß
  • Plattfuß
  • Sichelfuß
  • Spitzfuß
  • Hohlfuß
  • Hackenfuß
     

Ein Sichelfuß entsteht in der Gebärmutter wegen Platzmangel. Dies bildet sich nach der Geburt meist zurück. Eine komplizierte Sache beim Neugeborenen ist der Klumpfuß. Die Ursachen dafür sind nicht geklärt, er kommt aber immer wieder vor. Diese Fehlstellung kann später die Beweglichkeit des Kindes ziemlich einschränken und sogar zu Schäden an Gelenken und Muskeln führen. Hierbei wird noch im Babyalter das Anlegen eines speziellen Gipsverbandes notwendig.

Derartige Fußfehlstellungen beim Baby sind nicht ungewöhnlich. Sie vergehen entweder von selbst oder können – richtig behandelt - mit einfachen Mitteln ausgeglichen werden. Die  Früherkennung ist deshalb sehr wichtig. Die Mühe lohnt sich aber! Dein Kleines wird sich im Anschluss an eine Behandlung rasch von den Strapazen erholen.

Unser Tipp: viel Körperkontakt und Berührung hilft deinem Schatz, bald wieder in Form zu kommen. Hilfreich können zum Beispiel auch ausgedehnte Babymassagen sein.

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