Fertiggerichte in der Schwangerschaft – Teil 1

Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker

03.Aug 2017
Deutsch

Guilty pleasures: Fertiggerichte. Von Chicken Wings, über Tiefkühlpizza bis hin zu Ravioli aus der Dose. So praktisch sie auch sind, in Punkto „Fertiggerichte in der Schwangerschaft“ gehen die Meinungen auseinander. Zum einen werden die darin enthaltenen Zusatzstoffe für die Konservierung, aber auch Geschmacksverstärker immer wieder als bedenklich für die Gesundheit eingestuft. Zum anderen tauchen auch immer mehr Fälle auf, bei denen gefährliche Bakterien in Fertiggerichten nachgewiesen wurden. In dieser zweiteiligen Artikelreihe möchten wir klären, inwiefern Fertiggerichte in der Schwangerschaft tabu sind. In Teil 1 widmen wir uns Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern, die beide zu Hauf in Speisen aus dem Tiefkühlfach oder der Dose vorkommen. Was macht diese Zusatzstoffe aus und inwiefern stellen sie eine Gefahr für dein Baby dar?

 

Fertiggerichte in der Schwangerschaft – Teil 1Fotos: Shutterstock

Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe in der Schwangerschaft

Unter Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern versteht man Lebensmittelzusatzstoffe, die unter anderem Fertiggerichten beigesetzt werden. Weitere Zusatzstoffe sind Farbstoffe und Verdickungsmittel. Antioxidationsmittel als Zusatz verhindern, dass manche Inhaltsstoffe beim Kontakt mit Sauerstoff ihre natürliche Farbgebung verlieren.

  • Konservierungsstoffe werden Fertiggerichten beigefügt, um das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien zu hemmen. Dadurch wird die Haltbarkeit des jeweiligen Produktes gewährleistet. Allerdings werden in Fertiggerichten unterschiedliche Konservierungsstoffe kombiniert, und können im schlimmsten Fall Reizungen oder Allergien auslösen.

Zu den unbedenklichen Konservierungsstoffen zählen:

            Sorbinsäure E200

            Essigsäure und Acetate E260-263

            Milchsäure E270

            Propionsäure und Propionate E280-283

Fertiggerichte in der Schwangerschaft – Teil 1

  •  Geschmacksverstärker auch Glutamat oder E621 genannt, intensivieren das Aroma jener Lebensmittel, die in der Verarbeitung erhitzt oder getrocknet werden. Glutamat ist natürlicher Bestandteil zahlreicher Nahrungsmittel wie Tomaten, Schinken oder Käse. Hierbei werden Glutamate mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt. In der Industrie ist jedoch der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen möglich. Auch wenn der Geschmacksverstärker von Behörden als unbedenklich gilt, empfehlen mehrere Fachartikel zugesetzte und synthetische Glutamate, insbesondere in der Schwangerschaft, zu meiden.

Fazit:

Solltest du keine Anzeichen einer Unverträglichkeit haben, ist anzunehmen, dass auch bei deinem Baby keine gesundheitlichen Schäden entstehen. Schließlich werden alle Zusatzstoffe vor ihrer Zulassung genau auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. Nichts desto trotz ist es in jedem Fall empfehlenswert, weitestgehend auf Lebensmittel und Speisen mit großen Mengen an Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärker zu verzichten und stattdessen auf selbstgekochte Mahlzeiten mit frischem Gemüse zu setzen. 

Sende diese Seite an einen Freund