Fliegen in der Schwangerschaft – 3 Tipps einer Stewardess

Blog Gastartikel: Andrea von The Fruity Sky

18.Nov 2019
Deutsch

Du bist schwanger und der nächste Urlaub steht an? Für viele werdende Mamas ist es eine große Überwindung in der Schwangerschaft zu fliegen – und dann soll es vielleicht sogar noch dazu ein Langstreckenflug sein? Dieser Beitrag soll werdenden Eltern in der Schwangerschaft die Angst nehmen und über die wichtigsten Dinge informieren. Stewardess Andrea vom Blog The Fruity Sky teilt ihre Erfahrungen wertvollsten Tipps.

Frau mit Babybauch und Partner

Foto: The Fruity Sky 

In der Schwangerschaft sind wir einige Male geflogen und auch seit mein Baby, Paul, auf der Welt ist, haben wir einige Flüge hinter uns gebracht. Ich möchte hier noch erwähnen, dass ich hauptberuflich Stewardess bin und daher das Fliegen als solches sicher etwas entspannter sehe und durchaus „Erfahrung“ aus meinem Job ins Mama-Sein mitgebracht habe.

Ich habe durch meinen Beruf schon einige Flugstunden hinter mir und konnte dabei auch immer wieder Schwangere und werdende Eltern beobachten, sehen was sie mithaben, erfahren, welche Bedenken sie hatten und was es alles zu beachten gibt – nichtsdestotrotz musste auch ich noch einiges dazulernen, als ich selbst schwanger war. In den nachfolgenden Absätzen möchte ich nun auch mit dir meine Erfahrungen teilen und ein paar nützliche Tipps auflisten.
 

Fliegen in der Schwangerschaft

Wenn man schwanger ist und dennoch reisen möchte, muss man die Richtlinien der Airlines für das Reisen während der Schwangerschaft kennen. Diese können je nach Fluggesellschaft sehr unterschiedlich sein und von „Fliegen wann immer Sie wollen“ bis hin zu „Sie müssen mit einem Geburtshelfer fliegen“ gehen.

Was gibt es alles zu beachten und zu bedenken? Ich habe die 3 wichtigsten Punkte als Checkliste für euch zusammengefasst:
 

1. Startfreigabe

Wende dich in jedem Fall einige Wochen vor deiner Reise an deinen Arzt. Besonders wichtig ist es, dir die Zustimmung des Arztes zu holen, wenn du ein chronisches, medizinisches Problem hast wie z. B. ein Problem mit der Atmung. Kläre ebenfalls mit deinem Arzt ab, ob das Zielland bedenkenlos für Schwangere ist. Brasilien und Florida zählen zum Beispiel auf Grund des Zika-Virus während einer Schwangerschaft zu den Risikoländern.
 

2. Luftfahrtunternehmen und Versicherungsträger wählen

Fluggesellschaften raten von Reisen nach der 36. Schwangerschaftswoche ab. Wende dich an deinen Reiseanbieter und erkundige dich also rechtzeitig nach den Richtlinien für schwangere Reisende. Frage nach, ob man eine Freigabe vom Arzt benötigt, in der er den berechneten Geburtstermin bestätigt. Überprüfe auch deine Krankenversicherung – Was passiert, wenn man ärztliche Hilfe benötigt oder am Urlaubsort plötzlich die Geburt eingeleitet werden muss? Kläre auch hier unbedingt vorab ab, ob diese Dinge durch die Versicherung abgedeckt sind.
 

3. Richtlinien vor und während des Fluges

  • Anschnallen: Lasse im Flugzeug den Sicherheitsgurt angelegt. Lege den Gurt unter den Bauch.

  • Bewegung: Dein Arzt wird dir möglicherweise empfehlen, während eines reibungslosen Fluges etwa alle halben Stunden zu gehen. Biege und strecke außerdem deine Knöchel während du an Bord bist, um die Durchblutung zu fördern.

  • Flüssigkeitsaufnahme: Hole dir während des Fluges viel Flüssigkeit. Denn wenn man dehydriert, kann dies die Durchblutung der Gebärmutter beeinträchtigen.

  • Sitzplatzwahl: Ein Sitzplatz am Gang erleichtert das Ein- und Aussteigen für Spaziergänge und Ausflüge ins Badezimmer.
     

Wie du siehst, kann mit kleinen Tricks an Bord eines Flugzeuges nicht viel schief gehen und du und dein Partner könnt nochmals eure Zeit zu zweit genießen. Der „Babymoon“ kann also kommen.

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