Fragen über Fragen

Blog Gastartikel: Stadt, Land, Mama

20.Sep 2016
Deutsch

Gastautorin Katharina von Stadt, Land, Mama erzählt uns in ihrer heutigen Kolumne, warum eine eingebaute Pause-Taste sowie eine Repeat-Taste beim Kind ganz schön praktisch wären.

Fragen über Fragen

Hätte man mich früher gefragt, was für ein Kind ich mir wünsche, hätte ich gesagt: Ein Fröhliches. Ein Hilfsbereites. Ein Neugieriges. Find ich heute auch noch alles toll. Aber heute würde ich noch sagen: Eins, mit einer eingebauten Pause-Taste.

Die Pause-Taste würde ich zum Beispiel dann drücken, wenn der Fragen-Hurrican schon vor dem ersten Kaffee losgeht. „Mama, was machst Du da Mama?“ „Nichts“. „Warum machst Du nichts?“ „Weil ich müde bin.“ „Warum bist Du müde, die Nacht ist doch vorbei?!“ „Weil Dein kleiner Bruder heute Nacht ständig wach war, deshalb bin ich müde.“ „Und warum war der immer wach?“

Und so geht es weiter und weiter und weiter und weiter. Dabei will ich doch einfach nur sitzen und in meinen Kaffee starren. Hier meine fünf Highlight-Fragen der Woche:

1. Warum tragen Karius und Baktus keine Haarreifen?

2. Warum verschlucken sich Fische nicht am Wasser?

3. Warum hast Du so Streifen neben den Augen? (Ja, leider, mit Streifen meint sie Falten)

4. Wieso fällt der Mond nicht vom Himmel?

5. Hört der liebe Gott uns auch durch geschlossene Fenster?

Doch manchmal, da fragt meine Tochter nichts, sondern macht herzerwärmende Ansagen. Vor ein paar Tagen schlang meine Fünfjährige ihre Ärmchen um mich und flüsterte mir ins Ohr: „Ich liiiiieeeeebe Dich.“ Für solche Momente wünsche ich mir ein Kind mit einer eingebauten Repeat-Taste. 

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