Geburt ohne Partner an der Seite - aber nicht alleine!

3 Tipps zu deiner Entlastung bei der Entbindung

09.Dez 2017
Deutsch

​Wenn Frauen nach jenen Faktoren befragt werden, die sie für die Geburt ihres Babys als wichtig einschätzen, dann sind es Dinge wie: die Bedingungen im Kreißsaal während des Geburtsvorganges oder das Vorgehen der Hebamme, des Arztes oder des Geburtshelfers. Wichtig ist für Mamas in spe natürlich auch, ob ihre Wehen und Pressperioden während des gesamten Ablaufs entsprechend im Lot sind. Und natürlich geht es jeder Mama um das Wohlergehen ihres Babys. Es scheint heute auch nach wie vor selbstverständlich zu sein, dass der Kindesvater mit von der Partie ist. Aber ist seine Anwesenheit in jedem Fall wirklich notwendig?

Kommt eine Frau zu den ersten Sprechstunden ohne Wunschkind-Konstellation, steht sie spürbar vor einer Situation mit Erklärungsbedarf, wohingegen Paare oft nicht so genau und skeptisch unter die Lupe genommen werden. Wesentlich ist in beiden Fällen aber, dass du ausreichend darüber informiert wirst, was bei der Geburt auf dich zukommt.

 

Geburt ohne Partner an der Seite - aber nicht alleine!Foto: Shutterstock

Deshalb haben wir einige Punkte zusammengefasst, die unterstützend sein sollen:

1) Ist die Partnerschaft mit dem Vater nicht tragfähig, weil zum Beispiel der Kontakt nur kurzfristig war und das Baby ungeplant entstanden ist, kann es durchaus sein, dass er dir im Kreißsaal keine brauchbare Hilfe ist, selbst wenn er diese anbietet. Versuche herauszufinden, welche Art der Unterstützung für dich wichtig sein wird und wen du gerne bei der Geburt deines Kindes an deiner Seite hättest. Manchmal hilft eine erfahrene Mama als Begleitperson eher, als ein nervöser, überforderter Mann. Keine Sorge, das Bonding zwischen Vater und Kind entsteht auf jeden Fall auch, wenn der Papa das Baby erst eine Weile nach der Geburt im Arm hält.

2) Die Gynäkologin, die Hebamme oder das Team der Geburtshelfer, können dir womöglich nicht all jene Zeit widmen, die du eventuell brauchst. Schon während der Schwangerschaft ist deshalb die Beratung durch Fachleute besonders wichtig. Vor allem dann, wenn du ohne Partner durch eine sehr intensive Zeit gehst. Enttäuschung und Angst sind Gefühle, die dir später die vielen Aufgaben als Jung-Mama erschweren können. Beratung gibt es etwa in der Bundesstiftung Mutter und Kind (DE), Familienzentren (DE) oder in regionalen Eltern-Kind-Zentren (AT) und den EKIZ der Schweiz.

3) Im Kreißsaal solltest du in der Lage sein, dich vertrauensvoll auf die Geburt einlassen zu können. Sollten unerwartete Dinge geschehen, die zum Beispiel zu Notmaßnahmen führen, braucht du Menschen, auf deren Entscheidungsvermögen du dich vollkommen verlassen kannst. Überlege dir deshalb bereits zuvor, wer das für dich und dein Baby sein könnte. Die eigene Mama und ein Team von zuverlässigen Freundinnen können dir dabei vielleicht am besten zur Seite stehen!

 

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