Gefahrenquelle Teddybär?

5 Tipps für den Kauf von Kuscheltieren

01.Apr 2017
Deutsch

Gefahrenquelle Teddybär: unglaublich, aber wahr. Zwei Drittel von Plüsch- und Kuscheltieren fielen bei Sicherheits- und Schadstofftests durch! Das besagt zumindest eine Studie, die in Deutschland im November 2015 veröffentlicht wurde. Umso erschreckender für uns Eltern, schließlich wissen wir ja wie früh ein Baby beginnt den geliebten Teddybär zu knuddeln und an seinem Ohr zu nuckeln. Kinder haben engsten Hautkontakt zu ihren Lieblingskuscheltieren. Und das lässt sich auch nicht vermeiden.

 Gefahrenquelle Teddybär?

Foto: Shutterstock 

Von 30 getesteten Plüschteddys, Katzen oder Häschen waren im Test gerade mal 8 Modelle empfehlenswert. Da schrillen bei uns besorgten Eltern selbstverständlich die Alarmglocken. Denn abgesehen von schlecht gefertigten Nähten wurden in Plüsch, Etiketten und Mähnen krebserzeugende Schadstoffe gefunden. Diese Schadstoffe kann man natürlich nicht sehen oder riechen, sie lassen sich nur im Labor feststellen. Kinder nehmen diese Gifte über die Haut auf, und das kann langfristig zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen.

Können Giftstoffe aus Plüschtieren gewaschen werden?

Leider nein. Waschtests haben ergeben, dass der Gehalt von Schadstoffen trotz mehrerer Waschgänge nahezu unverändert bleibt. Dennoch solltest du selbst zertifizierte Plüschtiere zur Sicherheit vor dem ersten Gebrauch immer waschen! Der Schadstoffgehalt ist leider auch unabhängig vom Land der Herstellung. Es gibt zwar seit Ende 2015 im EU-Raum Schadstofflimitierungen, aber ein Restrisiko  bleibt bestehen. Besonderes Augenmerk wird jedoch in der Prüfung von Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren gelegt.

Was kann ich also tun, damit mein Baby ohne Risiken mit dem Kuscheltier knuddeln kann?

Wir haben 5 Tipps für den Kauf zusammengestellt:

1. Achte auf Prüfzeichen! Ökotest und Stiftung Warentest bieten Übersichtslisten der wichtigsten Siegel auf dem Spielzeugmarkt an. Von Ökotest ist auch das Jahrbuch für „Kinder und Familie“ erhältlich. Darin findest du Produktempfehlungen.

2. Nicht nur billige Plüschtiere können belastet sein. Auch Markenartikel solltest du genau unter die Lupe nehmen! Nur der Hase von Senger Tierpuppen in der höheren Preiskategorie erhält laut Stiftung Warentest die Note 1,0.

3. Mache beim Kauf selbst den Test auf Geruch und Reißfestigkeit. Intensive Geruchsbildung, lose Teile oder offene Nähte sind Risikoquellen, die du leicht vermeiden kannst.

4. Einige zertifizierte Green Online-Shops bieten schadstofffreie Kuscheltiere an. Die Puppen und Tiere sind zwar in den Farben nicht so schrill und bunt, aber das kommt von den natürlicheren blassen Farbstoffen.

Die Devise sollte lauten: Lieber für ein neues und unbelastetes Kuscheltier tiefer in die Taschen greifen, als viele davon mit ungewissem Schadstoffgehalt zu kaufen. Nicht von Schadstoffen belastete Plüschtiere sind zwar meist etwas teurer, aber so ein durch und durch beruhigender Kauf lohnt sich! Und auch hier sind wirklich zuckersüße flauschige Gefährten dabei! 

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