Gesichtspflege für trockene Babyhaut

Kälteschutz-Tipps für die Kleinsten

14.Jan 2019
Deutsch

Bei der Pflege der sensiblen Babyhaut hilft hauptsächlich der intensive Haut-an-Haut Körperkontakt, und der Einsatz eines Massage-Öls oder einer Creme.

Gesichtspflege für trockene Babyhaut

Foto: MAM

Wurde unmittelbar nach der Geburt die Käse- oder Fruchtschmiere (Vernix caseosa) auf der Babyhaut belassen und einmassiert, so hatte diese natürliche, weiß-gelbe Paste nicht nur den Zweck dass es als Gleitmittel den Weg durch den Geburtskanal vereinfachte. Diese Schmierschicht auf Babys Hautoberfläche verhindert nach der Entbindung zusätzlich das Auskühlen des kleinen Körpers.

Außerdem ist die Käseschmiere das allerbeste erste Pflegemittel. Der darin enthaltene Anteil an Vitamin E ist unglaublich hoch und hemmt dadurch Entzündungen. Spezielle Enzyme wirken antibakteriell. Die Paste zieht normalerweise nach nur wenigen Stunden fast restlos in die Haut ein.

Aber keine Sorge, falls dein Kleines ohne Fruchtschmiere zur Welt gekommen ist. Solange das Baby im Mamabauch eingekapselt war, diente sie als Schutzschicht gegen das Austrocknen im Fruchtwasser. Ist die Haut schon vor der Geburt gereift, zieht die Schmiere bereits im Mutterleib ein. Und danach reicht das ausgewachsene Schutzschild der Haut auch vollkommen aus.
 

Was tun, wenn mein Baby trockene Haut hat? Speziell im Gesicht?

Grund dafür ist in vielen Fällen der hohe Feuchtigkeitsverlust. Die Haut hat noch keine widerstandsfähige Feuchthaltung entwickelt. Es fehlen Fette und die Talgdrüsen sind noch nicht voll ausgebildet. Schuppt die Haut, wird eine regelmäßige Reinigung und sanfte Pflege notwendig. In den ersten sechs Wochen reicht es dabei aus, dem Baby mit einem feuchten, handwarmen Waschlappen über die empfindlichen Hautzonen zu streifen. Um gerötete und juckende Stellen im Gesicht zu beruhigen, hilft es ein bisschen Muttermilch abzupumpen und diese auf die Haut zu tropfen.
 

Wie oft baden?

Bei extrem trockener Haut sollte nicht häufiger als einmal pro Woche gebadet werden. Und das nicht länger als für einige wenige Minuten. Ansonsten entzieht das Wasser der Babyhaut wichtige Fette und das mindert die Spannkraft.

Zudem zieht ein natürlicher Badezusatz bestehend aus etwa 30 ml abgepumpter Muttermilch mit einem hochwertigen Öl ins Badewasser gesprudelt ultraschnell in die Haut ein, hemmt außerdem Entzündungen und kann selbst bei gerötetem Po Wunder wirken.
 

Pflegende Produkte für die Babyhaut – was ist zu beachten?

Hautpflegeprodukte sollen in erster Linie befeuchten und zusätzlich rückfetten. Die Regeneration der sensiblen Babyhaut wird dadurch unterstützt. Möglichst naturbelassene, neutrale Pflegeprodukte ohne jegliche Zusatzstoffe sind optimal. Solltest du für unterwegs einen praktischen Stick verwenden, achte auch bei dieser Pflege auf die Verträglichkeit der Inhaltsstoffe.

Nachdem Temperaturschwankungen noch nicht ausgeglichen werden können, ist vor allem bei Kälte ein Hautschutz notwendig. Schmiere dabei die fettigen Cremes aber nur auf die trockenen Hautstellen! Außerdem ist Vorsicht beim Auftragen rund um die Augen und den Mund geboten!

Bei Rötungen und trockener Haut kann auch eine Allergie oder Neurodermitis dahinterstecken. Deshalb ist unbedingt eine medizinische Abklärung durch den Hautarzt wichtig!

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