Gute Nacht – bestes Bett!

Checkliste für das perfekte Babybett.

02.Feb 2020
Deutsch

Schlaf ist wichtig für die Entwicklung des Babys, Gesundheit und eine gute Stimmung bei allen Familienmitgliedern. Voraussetzung für einen guten Schlaf ist das passende Bett. Worauf man achten sollte bzw. was man sich vor der Anschaffung überlegen kann, schauen wir uns hier an.


 

Wo?

Wo soll das Baby schlafen? Empfohlen wird das Schlafen im Zimmer der Eltern, aber auf Grund der SIDS-Gefahr (plötzlicher Kindstod) nicht im selben Bett. Doch nicht immer ist hier ausreichend Platz. Überlegt also vorher gemeinsam, wo euer Baby anfangs und später schlafen soll.

 

Welche Art von Babybett?

​#1 Stubenwagen oder Wiege

Neugeborene mögen es gerne, in einer kleinen „Höhle“ geschützt schlafen zu können. Der Vorteil von vielen Stubenwagen bzw. Wiegen: sie lassen sich auf Rädern auch von einem Raum in den anderen bewegen. Wiegen erlauben außerdem eine kleine Bewegung - viele Babys schlafen so besser ein, der Erwachsene muss aber nicht ständig herumlaufen. Nachteil: der enge Platz wird je nach Wachstum nach wenigen Wochen oder Monaten schon zu klein. Sobald das Kind anfängt, mobil zu werden, müssen Wiege und Stubenwagen weg – es besteht die Gefahr, dass das Kind sich hochzieht und hinunterstürzt.

 

#2 Beistellbetten

Eine platzsparende Möglichkeit sind kleine Beistellbetten (auch bekannt unter dem Markennamen „Babybay“), die direkt ans Elternbett angehängt werden. Somit hat das Baby einen eigenen, sicheren Schlafbereich, ist aber trotzdem ganz nah. Vorteil: Stillende Mütter müssen nicht extra aufstehen. Auch der Schnuller kann nachts einfach wieder gegeben werden. Vorteil: Beistellbetten gibt es in handlichen, kleinen Größen, die in (fast) jedes Elternschlafzimmer passen. Nachteil: wie beim Stubenwagen sind die kleineren Modelle bald zu klein. Achte beim Kauf darauf, wie sich das Beistellbett an euer Bett befestigen lässt. Hier gibt es verschiedene Systeme. Bei besonders breiten Bettrahmen kann es dabei Probleme geben bzw. braucht man kreative Lösungen. Besonders hohe oder besonders niedrige Elternbetten erfordern eventuell auch kleine Umbaumaßnahmen, damit das Baby nicht hinausfallen kann.

 

#3 Gitterbett

Der praktische Klassiker passt - mit entsprechenden Anpassungsmöglichkeiten über viele Jahre und ist damit eine Investition, die sich lohnt. Hier zahlt sich der Griff zu hoher Qualität also besonders aus. Gute Gitterbetten lassen sich an verschiedene Entwicklungs- und Altersstufen anpassen. So kann man zum Beispiel den Lattenrost anfangs ganz hochstellen. Sobald das Baby beweglicher wird, wandert der Lattenrost nach unten, damit das Kind nicht aus dem Bett fallen kann. Für Kleinkinder lassen sich in weiterer Folge dann manchmal auch einzelne Sprossen zum Durchschlüpfen herausnehmen. Zum richtigen kleinen Bett wird das Gitterbett, wenn man sogar das Gitter auf einer Längsseite komplett abnehmen kann. Gitterbetten werden in verschiedenen Größen angeboten. Je mehr es sich umbauen lässt, desto größer sollte es sein. Besonders lange können Betten mit einer Matratzenlänge von 140 cm verwendet werden.

Gitterbetten, bei denen man eine Gitter-Seite entfernen kann, können bei entsprechend viel Platz sogar von Anfang an als Beistellbett benutzt werden. Vorsicht nur, dass es nicht wegrutschen kann.

 

Welches Material eignet sich?

Wer billig kauft, zahlt womöglich anders drauf: Schadstoffe können die Gesundheit des Kindes gefährden. Qualitativ hochwertige Produkte sind darum mit Gütesiegeln ausgezeichnet, die garantieren, dass der Hersteller seine Produkte strengen Prüfungen unterziehen lässt, und sich an die Richtlinien für Kinderprodukte hält. Vertrauenswürdige Siegel sind zum Beispiel der Blaue Engel (keine Schadstoffe), GS (Geprüfte Sicherheit) und natürlich das TÜV-Zeichen. Je nach Land gibt es auch eigene Umweltzeichen, die schadstofffreie Materialien kennzeichnen.

 

Worauf sollte man bei der Baby-Matratze achten?

Es gibt endlos viele Varianten im Handel. Wichtig ist, dass Baby- und Kindermatratzen härter sein sollten. Zum einen hat der kindliche Körper noch ganz andere Anforderungen an die Schlafunterlage als ein Erwachsener und fühlt sich auf einer harten Matratze wohl. Zum anderen ist eine harte Matratze sicherer, falls sich die Kleinen auf den Bauch drehen – die Atmung wird hier am wenigsten behindert.

 

Alt oder neu?

Es muss nicht immer etwas Neues sein. Der Vorteil von gebrauchten Betten ist nicht nur der Preis: auch alle Schadstoffe haben sich mit großer Wahrscheinlichkeit mittlerweile verflüchtigt. Darum ist aber auch bei Renovierungsaktionen Vorsicht geboten: es gibt spezielle Farben, für Kinderspielsachen und -Möbel. Gegenstände, die mit diesen Lacken behandelt worden sind, können sogar in den Mund genommen werden.

Wir wünschen süße Träume!

 

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Foto: Shutterstock

 

 

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