Hach, ich würde gerne abstillen!

7 Tipps für die sanfte Entwöhnung von der Brust

10.Mai 2019
Deutsch

Das Abstillen ist eine Angelegenheit, die man wirklich nicht allgemein abwickeln kann. Es kommt dabei auf sehr, sehr viele persönliche Aspekte an. Die Entscheidung fällt häufig wegen äußerer Umstände, oder durch die eine oder andere Gewohnheit, die dein Baby nach und nach entwickelt.

Manche Mamas haben schon wenige Tage nach der Geburt das Bedürfnis abzupumpen, weil es ihnen womöglich unangenehm ist, im Bus und in der Bahn, beim Einkauf und einfach an jeder Ecke, die Brust heraushängen zu lassen. Erschöpfung durch schlaflose Nächte kann dabei genauso mit hineinspielen. Dass die Umstellung auf das Fläschchen aber nicht immer den erwünschten Benefit hat, wurde bereits mit einem Augenzwinkern durch unsere Gastbloggerin Anke von „Lächeln und Winken“ aufgedeckt.

Eines ist klar: Du bist keine Rabenmutter, wenn du mit dem Gedanken spielst, es lieber mal mit dem Fläschchen zu versuchen. Du solltest dabei immer auf dein Gefühl hören, und nicht darauf, was andere sagen. Denn natürlich gibt es genauso viele Mamas, die das Stillen vehement vertreten, wie Mütter, die auf Flaschennahrung schwören. Nur gilt eben nicht für jede Mama das Gleiche. Jede Situation ist anders, jede Mama und jedes Baby tickt anders. Weil es eben unzählige Faktoren gibt, die die Sache beeinflussen. Nicht alle Säuglinge schlafen automatisch von einer Nacht zur anderen durch, nur weil sich die Ernährungsgewohnheiten ändern. Viele individuelle Faktoren spielen dabei mit und es gibt weder richtig noch falsch.

Wie dem auch sei: Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo du das Abstillen definitiv abwickeln und durchhalten willst. Dabei gibt es die Möglichkeit schnell abzustillen, weil es eventuell sogar auch gesundheitliche Komplikationen gibt. Oder aber ein sanftes, langsames Abstillen ist dein Ziel. Ganz einfach, weil es sich für dich natürlicher anfühlt. Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Und in jedem Fall ist die Unterstützung durch eine Stillberatung sinnvoll und empfehlenswert.
 

Hach, ich würde gerne abstillen!

Foto: MAM

Hier unsere 7 Tipps für die sanfte Variante:

  1. Reduziere die Milchproduktion mit straff sitzenden BH´s oder Cold Packs, die die Durchblutung etwas einschränken. Dabei sollte die Brust immer wieder sanft ausgestrichen werden, damit es nicht zu einem Milchstau kommt.
     
  2. Abpumpen solltest du nur gerade soviel, dass der Druck durch die Milch aus der Brust genommen wird. Dafür eignet sich die manuelle MAM Milchpumpe perfekt! Und mit der abgepumpten Milch im Fläschchen gewöhnst du das Baby auch gleich an den neuen Trinkstil. Beachte dabei, dass du dafür einiges an Babyflaschen-Zubehör benötigst!
     
  3. Ab den ersten sechs Lebensmonaten kannst du deinen Wonneproppen vor dem Stillen auch schon mit fester Nahrung füttern, sodass es sich an die neue Kost gewöhnt und die Brüste nur noch halb leer trinkt. Insgesamt empfiehlt es sich, das Baby einfach weniger oft an der Brust trinken zu lassen – schrittweise versteht sich natürlich, damit es sich daran gewöhnen kann.
     
  4. Du als Mama darfst beim Abstillen auch selbst entscheiden, wann das Baby genug getrunken hat – das heißt du verkürzt die Stillmahlzeiten. Warte nicht mehr darauf, bis dein Liebling von selbst aufhört, sondern bestimme die angemessene Menge. Richtig ist, was dir und dem Baby guttut! Aber Achtung: bei verkürzten Mahlzeiten kann die Zugabe eines Fläschchens, oder fester Nahrung, notwendig werden.
     
  5. Milchhemmende Kräutertees helfen dir dabei, nach und nach den Milchfluss zu dämmen. Aber auch Quark-Wickel mit Geraniumöl, Globuli oder andere Hausmittel können dabei unterstützend wirken. Ebenfalls bewährt hat sich reichlich Petersilie auf dem Kartoffelsalat.
     
  6. Verändere deine Routine! Wir meinen damit nicht, dass du dein ganzes Leben auf den Kopf stellen sollst, aber schon kleine Veränderungen im Alltag können Großes bewirken. Wenn dein Kleines gerne zu Hause gestillt wird, dann verlagert doch eure Aktivitäten in die Natur – oder eben anders herum. Dein Sprössling wird somit vom Stillen abgelenkt, obwohl es ihm dann gar nicht so sehr bewusst ist!
     
  7. Neue Kuschelrituale einzuführen, die unabhängig von der Nahrungsaufnahme sind, helfen dabei, das Baby nicht durch einen ungewollten „Liebesentzug“ zu verunsichern. Beim Abstillen ist deshalb die Unterstützung des Papas mehr als gefragt. Er kann hier seine Schmuse-Einheiten perfekt mit dem Fläschchen geben verbinden. 
    Wichtig: verlasse einstweilen erstmal das Zimmer damit dein Kleines vergisst, sich nach Mamas Busen zu sehnen.

Und wenn es dann mit dem Abstillen geklappt hat, solltest du dir diese 5 nützlichen Infos über Flaschennahrung nicht entgehen lassen!

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