Häufiger Harndrang in der Schwangerschaft: Mami muss mal wieder!

Blog Gastartikel: Lächeln und Winken

16.Nov 2018
Deutsch

Erst die Hormone, dann der auf der Blase liegende Baby-Kopf. Oder schlimmer noch: strampelnde Baby-Füße! Gefühlt hat Gastbloggerin Anke von LÄCHELN UND WINKEN, dank des häufigen Harndrangs, ihre Schwangerschaften größtenteils auf dem Klo verbracht.

Häufiger Harndrang in der Schwangerschaft: Mami muss mal wieder!

Eigentlich war ich, was meine Blase angeht, schon immer ein richtiges Mädchen. Bevor ich das Haus verließ, ging ich auf die Toilette und wenn ich heimkam natürlich ebenfalls als allererstes. ;) Bei längeren Autofahrten konnte ich mir ein: „Äh, sorry, aber ich müsste mal aufs Klo!“ nie verkneifen und im Restaurant wusste ich nach 30 Sekunden, wo ich hinmüsste, wenn ich denn müsste. Deshalb wäre ich nie, nie, niemals auf die Idee gekommen, dass sich meine sehr innige Beziehung zu Nasszellen tatsächlich noch steigern könnte. Doch dann wurde ich schwanger. :D

 

Von Anfang an ein Pipilinchen.

Mein Körper fand die Idee, schwanger zu werden, offenbar so großartig, dass er mich von Sekunde eins an so dermaßen heftig mit den entsprechenden Hormonen flutete, dass ich im Prinzip auch gleich im Bad hätte einziehen können. Erst war mir sauschlecht und dann musste ich ständig Pipi. Also wirklich ständig! Selbst in der Frühschwangerschaft gab es für mich kein Durchschlafen mehr, weil mich der Harndrang alle 2-3 Stunden aus dem Bett trieb. Und das, obwohl ich natürlich sehr schnell damit anfing, mein Trinkverhalten dem neuen, noch unzuverlässigerem Status meiner Blase anzupassen!

 

Trinken mit System.

Ich begann damit, meinen „Trink-Tag“ zu planen. Wusste ich, dass ich irgendwann nach draußen wollte, versuchte ich, zwei Stunden vorher nur noch ganz wenig zu trinken. Dafür goss ich aber schon zum Frühstück locker einen Liter Tee und Saftschorle rein und nach der Rückkehr von was-auch-immer mindestens noch einmal dieselbe Menge. Trinken ist schließlich super wichtig! Ganz besonders, wenn man im Hochsommer sehr passend hochschwanger ist, so wie ich mir das zweimal gegönnt habe!

 

Ich kenne sie alle, die Klos der Kölner Innenstadt.

Leider half mein eigentlich doch recht cleverer Plan jedoch nicht immer bzw. nicht ewig. Denn neben dem reinen Umstand, dass die Blase im Laufe der Schwangerschaft immer weniger Platz hat, kommt ja auch noch das Baby obendrauf. Und zwar im wahrsten Sinne. Meine Tochter zum Beispiel platzierte ihren Kopf bereits in der 25. SSW so tief in meinem Becken, dass ich es teilweise nicht einmal zum nur 200 Meter entfernten Supermarkt schaffte, ohne wegen akutem Pipi-müssens wieder umzukehren. Hatte ich dazu keine Lust, kehrte ich mal kurz irgendwo ein. Ich kannte sehr schnell alle zur Verfügung stehenden Toiletten der Kölner Innenstadt. Alle! 

Glücklicherweise ist dieser durch Hormone, Baby-Kopf in der Blase oder strampelnde Füße ausgelöste Mega-Harndrang ja nicht von Dauer. Irgendwann schafft auch Mutti wieder einen Ausflug ohne Toiletten-Besuch im Eiscafé. Es dauert nur ein bisschen. ;)

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