Hilfe ich habe ein Papakind!

Warum bleibe ich als Mama nicht die Nummer Eins?

29.Jun 2017
Deutsch

Hilfe ich habe ein Papakind! Dein Kind ist mürrisch und quengelt seit Stunden? Bei jeder Kleinigkeit, die nicht gelingt, wirft es sich zu Boden und tobt. Scheint ein schlechter Tag zu sein. Und plötzlich kommt Papa und die Sonne geht wieder auf! Das Kind strahlt über beide Ohren und die schlechte Laune scheint verflogen. Wir Mamas sind also die Gewohnheitstiere? Es ist gut und selbstverständlich, dass wir immer da sind und die Rasselbande liebevoll umsorgen - aber das Sahnehäubchen kriegt der Herr Papa ab? Nach abendlichem Spielen und Quatsch machen ist Papa ohnehin der Star. Und der Sprössling bemerkenswert sanft und fügsam, wenn Papa ihn dann zu Bett bringt. Während du erschöpft deine Krone wieder geraderücken musst. Für uns Mamas ist ein solches Szenario vor allem eines: ganz schön frustrierend. Und doch können wir euch hier Mut zusprechen!

Hilfe ich habe ein Papakind!Foto: Shutterstock

Warum bleibe ich als Mama nicht die Nummer Eins?

Du bist als Mama die engste Bezugsperson, solange dein Kind ein Baby ist. Wenn du dein Baby stillst, ist das ohnehin klar. Denn du bist auch die erste und innige Versorgungsquelle. Allein der Geruch deiner Muttermilch, lässt das Baby nicht los und so sucht es laufend den Körperkontakt mit dir. Da können Einsatz und die Mühen von Papa noch so groß sein, in dieser Zeit wird er dir garantiert nicht den Rang ablaufen.

Doch sehr viele Kinder wechseln im Laufe ihrer Entwicklung vom Mamakind zum Papakind. Und wieder zurück. Sobald das Baby zu robben und krabbeln beginnt, erkundigt es die Umwelt. Wenn nun Papas, die in vielen Fällen erst abends von der Arbeit nachhause kommen, ihre Baby-Zeit einfordern, dann erhalten sie nach und nach einen besonderen Stellenwert. Sie sind nicht immer da und schon alleine deswegen „aufregend“. Sie werden von Babys als regelmäßige Gäste und vor allem auch als Spaßmacher wahrgenommen. Und gerade bei Babys, die abends sehr aktiv sind, wird die abendliche Papa Zeit zum Highlight des Tages: Jetzt kann man nochmal so richtig aufdrehen. Söhne beginnen etwa ab dem Alter von 3 Jahren langsam festzustellen, dass Papa ein „großer Junge“ ist. Und so einer will er auch werden. Und bei vielen Mädchen ist es nun mal so, dass sie anstreben Papa's Prinzessin zu werden. Denn er ist der Held. Und so gehört bei Kindern das Gerangel um den Stellenwert innerhalb der Familie dazu.  

Papakind - Was tun, damit das Ganze nicht ausufert?

Es geht also um die Rollenverteilung in der Familie. Ganz ähnlich wie im Löwenrudel. Das Wichtigste für dich als Mama ist, dass du dich bei all der Papa-Verzückung nicht ungeliebt fühlst. Vor allem sollte daraus kein Streit mit dem Partner entstehen. Denn es handelt sich um einen natürlichen Entwicklungsprozess des Kindes. Je harmonischer ihr in eurer Partnerschaft seid, desto stabiler gestaltet sich das Familienleben. Und das wirkt sich auch auf die künftige Beziehungsfähigkeit des Kindes aus.

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