Hilfe, Sommergrippe in der Schwangerschaft!

So klingen Erkältungsbeschwerden rasch wieder ab

12.Jul 2019
Deutsch

Die Rede ist dabei von einem Immunsystem, das ausgerechnet in der Schwangerschaft die Infekt-Abwehr herunter fährt, weshalb du anfällig wirst für Viren, die sich bei der sogenannten Sommergrippe: Picornaviren nennen. Wir sprechen hier also nicht von Influenza Viren. Zu Beginn möchten wir klarstellen, dass diese keine Gefahr für das Baby darstellen, weil sich die Viren aufgrund der Plazenta-Barriere nicht auf das Baby übertragen. Bei hohem Fieber (über 39°) oder starkem Durchfall, solltest du allerdings trotzdem umgehend einen Arzt rufen, sodass es keinesfalls zu vorzeitigen Wehen kommt. Ist die Temperatur erhöht aber stabil, dann erfolgt das Abklingen der Symptome in der Regel innerhalb einer Woche. Im Grunde hast du zwar Beschwerden, diese können aber meist auch einfach mit Hausmitteln oder rezeptfreien Medikamenten behandelt werden. Im Zweifelsfall fragst du auch diesbezüglich jedoch lieber zuerst deinen Hausarzt oder Apotheker.

Frau mit Babybauch

Foto: Shutterstock

Weshalb kommt es im Sommer überhaupt zu einer Erkältung?

Die Übertragung erfolgt durch die Infektion mit den Erregern. Eine akute Ansteckungsgefahr besteht deshalb, weil bei einem Infekt bis zu drei Wochen lang über den Stuhl Viren ausgeschieden werden. Prima Übertragungsorte sind Stätten wie die KiTa, Schulen, Arztpraxen, das Badewasser/sanitäre Einrichtungen in öffentlichen Bädern, und natürlich auch generell der Kontakt mit Menschen und Gegenständen an hoch frequentierten Orten.

Ausgedehnte Sonnenbäder können das Immunsystem schwächen und dadurch deine Infekt-Anfälligkeit erhöhen. In der Schwangerschaft solltest du aber ohnehin im Schwimmbad und am Strand besser im Schatten liegen. Jedenfalls wird Schwangeren empfohlen, extreme Temperaturschwankungen zu vermeiden.
 

Was sind die typischen Symptome einer Sommergrippe?

  • Durch die von Viren befallenen Schleimhautzellen kommt es zu Reizungen der Atemwege. Daraus wird schlussendlich Husten und Schnupfen. Auch Niesen, eine laufende Nase, ein verschleimter Rachen und Brustschmerzen beim Abhusten sind gängige Symptome. Das tiefe Atmen fällt dir jedoch momentan womöglich prinzipiell etwas schwieriger, denn als Schwangere verfügst du über eine geringere Anzahl roter Blutkörperchen.
    Hier findest du eine Reihe von Infos über Erkältungen und nützliche
     Tipps, die dir die Genesung leichter machen sollen.

  • Kältegefühl, Schüttelfrost und erhöhte Körper-Temperatur.
     

Was tun? Unsere Tipps:

1. Zur Vorbeugung ist es am besten, wenn du den Kreislauf nicht unnötig belastest. Kalt-Warm Kontraste zwischen Klimaanlage und Hitzestau, können sich im Sommer unangenehm niederschlagen.

2. Häufiges Händewaschen mit Warmwasser und Seife ist auf alle Fälle zu empfehlen, damit du die Ansteckungsgefahr verringerst. Für unterwegs sind Desinfektionstücher oder -gels praktisch. (Vorsicht bei Hautreizungen!)

3. Prinzipiell ist eine achtsame Lebensweise der beste Tipp, um gesund durch die Schwangerschaft zu kommen.

4. Kommt es dennoch zur Erkrankung, ist wichtig alle Symptome gänzlich auszukurieren. Bettruhe ist nun angesagt! In diesem Fall solltest du dich rechtzeitig von der Arbeit freistellen lassen.
 

Eine Behandlung mit Medikamenten ist wie erwähnt vorweg mit deinem Arzt abzuklären. Was du bei der Anwendung von Hausmitteln zu berücksichtigen hast ist, dass du auch hierbei genau über die Wirkungsweise informiert bist. Während Wickel aus Quark, Wirsing, Kartoffel oder Essigpackungen an den Füßen als unbedenklich eingestuft werden, gibt es Kräuter in Erkältungstees, die eine antibiotische Wirkung (z.B. Eibisch oder Kurkuma) haben. Als Mama in spe bist du gefordert, alles an Inhaltsstoffen wegzulassen, was nicht unbedingt notwendig ist. Wie so oft gilt auch hier der Spruch: „Weniger ist Mehr“!

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