Hintere Hinterhauptslage - Sternenguckerposition

So kannst du helfen, die Geburtslage zu verändern

30.März 2018
Deutsch

Die vordere Hinterhauptslage ist die optimale Geburtslage für das Baby. Dabei liegt das Ungeborene mit dem Kopf nach unten, und hat den Rücken zum Bauch der Mutter gedreht. Diese Position ist optimal für eine normale, unkomplizierte Geburt. Liegt das Baby aber mit dem Rücken Richtung Rücken der Mama in spe, spricht man von der Sternenguckerposition oder hinteren Hinterhauptslage. Bei der Geburt kann es dadurch zu heftigen Rückenschmerzen kommen. Der Geburtsverlauf kann länger dauern und die Wehen können unregelmäßig einsetzen.
Im schlimmsten Fall müssen Wehenmittel und andere Hilfsmittel wie eine Saugglocke eingesetzt werden. Oder es kommt schließlich zu einem Kaiserschnitt.
 

Du kannst das Baby aber in den Wochen vor der Geburt dabei unterstützen, die richtige Lage einzunehmen. Denn es dreht sich während der Schwangerschaft munter in der Gebärmutter herum. Vor allem bei einer Erstgeburt sollte das Baby aber bereits in der 36. SSW (Schwangerschaftswoche) die Geburtsposition einnehmen. Beim zweiten oder dritten Kind kann es allerdings vorkommen, dass es sich damit etwas länger Zeit lässt. Dennoch: kein Grund zur Sorge!

Wichtig ist eine ausreichende Geburtsvorbereitung. Denn selbst während der Geburt gibt es alternative Methoden der Schmerzlinderung. Wertvolle Hinweise und Informationen gibt es dabei von erfahrenen Hebammen und deinem zuständigen Arzt.

Hintere Hinterhauptslage - Sternenguckerposition

Foto: Shutterstock

Das kannst du tun, damit sich das Baby aus der Sternengucker-Lage dreht

Die richtige Körperhaltung in der Schwangerschaft spielt vermutlich eine Rolle dafür, ob das Baby die richtige Geburtslage einnimmt, oder nicht. Wenn der Baby Bauch wächst und du kugelrund wirst, ist die Versuchung groß, dass du dich auf dem Sofa eher nach hinten lehnst. Das soll jedoch die hintere Hinterhauptslage begünstigen. Dagegen kannst du aber Folgendes unternehmen:
 

  • Etwa sechs Wochen vor dem geplanten Geburtstermin solltest du oft eine aufrechte, nach vorne geneigte Haltung einnehmen. Bei einer Mehrgeburt kannst du damit etwas später beginnen.
     
  • Einige Yoga Übungen wie der Vierfüßlerstand, oder die Knie-Ellenbogen-Lage, können dem Drang des Zurücklehnens entgegenwirken. Außerdem ist die vertiefte Atmung dabei für Mama und Baby sehr entspannend.
     
  • Lehne dich mehrmals täglich über einen Stuhl, vorgebeugt an einen Tresen oder kniend über einen Sitzsack.
     
  • Wenn du im Auto oder auf dem Sofa sitzt, verwende ein festes Kissen unter dem Po und stütze stabil den unteren Rücken, sodass du aufrecht bist.
     
  • Sitzen mit überkreuzten Beinen solltest du vor allem vor der Geburt vermeiden. Denn dadurch wird es im vorderen Teil des Beckens enger und das Baby kann sich nicht mehr so einfach bewegen.
     
  • Vor allem Brustschwimmen ist eine gute Alternative zum nach vorne Beugen.
     
  • Beim Schlafen kannst du eine Seitenlage einnehmen und dabei das obere Bein höher anziehen, bis das Knie die Matratze berührt.
     
  • Du kannst auch noch während der Geburt mehrmals die Vierfüßlerposition einnehmen, um das Baby zu einer Drehung zu motivieren.

 

Das Allerwichtigste ist, dass du deine Angst vor dem Geburtsschmerz überwindest. Denn selbst bei einer Risikoschwangerschaft kann es zu einer normalen Entbindung kommen. Nur Mut!

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