(Hoch) Schwanger Autofahren

Gurt ist Pflicht!

01.Aug 2016
Deutsch

Gerade in den letzten Schwangerschaftswochen ist es vielen von uns Mamas in spe wichtig, mobil zu sein. Lange Strecken sind zu Fuß einfach nicht mehr zu bewältigen und selbstverständlich steht jetzt einiges an: Arzttermine, Supermarkt, die letzten Besorgungen fürs Baby. Viele Schwangere bekommen allerdings ein mulmiges Gefühl, wenn sie sich hinter das Steuer setzen. Wie sicher ist es hochschwanger Auto zu fahren? Und wie schnallt man sich richtig an? Schadet der Gurt womöglich meinem Baby? Wir sagen dir, was du am Ende der Schwangerschaft beim Autofahren beachten solltest – zu deiner Sicherheit und der deines Babys.

(Hoch) Schwanger Autofahren

1. Gurt ist Pflicht

Wie der Titel bereits verrät: Der Gurt ist Pflicht, auch für Schwangere! Auch wenn sich der Gurt für deine Babykugel möglicherweise unkomfortabel anfühlt. Ohne Gurt stößt der Bauch bei einem Aufprall direkt gegen das Lenkrad. Dadurch riskierst du nicht nur schwerste Verletzungen bei dir selbst, sondern auch bei deinem Baby. Korrekt angelegt geht vom Anschnallgurt hingegen keine direkte Gefahr für das Ungeborene aus.*

Übrigens: Nur in Ausnahmefällen ist eine Schwangere von der Anschnallpflicht befreit. Dazu ist ein ärztliches Gutachten nötig, das vom Ordnungsamt zugelassen ist. Nicht angeschnallt kann es im Schadenfall zu einer Mitschuld an den Unfallfolgen und damit zur Minderung des Schadenersatzes kommen, betont der ADAC.

2. Richtig Anschnallen

Unter Beachtung gewisser Punkte bist du als Schwangere durch den normalen Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausreichend geschützt! Der Gurt muss auf jeden Fall straff anliegen. Außerdem ist es besonders wichtig, dass der übers Becken verlaufende Teil des Gurtes unterhalb des Bauches geführt wird; und nicht über dem Bauch. So kann der direkte Druck auf die Gebärmutter im Falle eines Aufpralls vermieden werden.

3. Hilfsmittel

Damit du sichergehen kannst, dass der Gurt auch nicht verrutscht, gibt es spezielle Sitzkissen für Schwangere. Diese werden direkt am Fahrersitz befestigt. Mit Hilfe des Gurtführungsbandes soll der Beckengurt durch einen Klettverschluss in einer tiefen Position gehalten werden, so dass die Fruchtblase möglichst wenig belastet wird. Empfehlenswert laut ADAC ist hier etwa der „BeSafe Schwanger“.

schwangere auto

Fotos: Shutterstock 

4. Kopfstütze und Lehne

Außerdem solltest du beim Autofahren in der Schwangerschaft darauf achten, dass die Kopfstütze korrekt auf deine Körpergröße eingestellt ist und sich deine Rückenlehne in einer recht steilen Position befindet.

5. Airbag

Auch der Airbag sollte eingeschaltet bleiben. Bei richtiger Sitzposition, das heißt in korrektem Abstand zum Airbag - siehe Bedienungsanleitung deines Autos - stellt das Auslösen des Airbags kein Problem für Schwangere sowie das ungeborene Kind dar.

6. Lange Autofahrten

Gegen Ende der Schwangerschaft solltest du das Autofahren reduzieren. Das gilt insbesondere für lange Strecken. Schwanger macht das Autofahren nicht nur schneller müde, es ist auch wesentlich stressiger. Daher gilt: Stets ausreichend Pausen machen!


* ADAC Ratgeber "Sicher unterwegs in der Schwangerschaft"

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