Homeoffice mit Baby - geht das überhaupt?

Wie werde ich Familie und Job gerecht? 2 Tipps, wie es klappen kann

13.Aug 2018
Deutsch

Wer Homeoffice mit Baby für sich möglich machen kann, gehört zu den glücklichen Vorreitern einer neuen Arbeitskultur. Sogenannte Remote-Teams gehören ja noch nicht zum alltäglichen Management im Berufsleben. Im Regelfall wird das Homeoffice Modell bisher auch nur von einem Elternteil beansprucht. Für Papas sieht der Arbeitsalltag von zuhause dabei auch noch etwas anders aus als für Mamas. Denn Mütter sind besonders in der Anfangszeit mehr gefordert. Einfach durch die von der Natur vorgesehene Nähe zum Baby. 
 

Homeoffice mit Baby - geht das überhaupt?
Foto: Shutterstock

Eine ganz besondere Herausforderung ist es allemal, wenn beide Eltern im Homeoffice arbeiten. In jedem Fall ist es aber wichtig, das richtige Setting für eine erfolgreiche Abwicklung des Jobs zu schaffen. Denn das Baby soll dabei auch nicht zu kurz kommen. Das klingt auf den ersten Blick reichlich kompliziert. Deswegen haben wir zwei ausführliche Tipps für dich, wie es klappen kann.

 

1.    Das Timing macht´s
 

Jede Art von Telearbeit kannst du genauso gut von zuhause abwickeln, wie im Büro. In vielen Fällen sind Homeoffice Mitarbeiter dabei auch produktiver, weil sie sich im Schnitt 4 Stunden an Wegzeit pro Woche sparen. Wenn du ansonsten pendeln musst, sogar mehr. Kostbare Zeit, die du für den Job und dein Kind nutzen kannst. 

Dabei solltest du dich gut mit dem Partner abstimmen, und:

  • einen täglichen Zeitplan erstellen, den du auch weitgehend einhalten kannst.
     
  • bei Bedarf eine Betreuung für das Baby haben - am besten durch eingebundene Familienmitglieder wie die Großeltern, eine Tagesmutter oder in der Kinderkrippe. Sollte die Betreuung außerhalb des Wohnbereichs sein, plane auch diese Wegzeit ein.
     
  • einen Spielraum für Änderungen in deiner Wochenplanung schaffen. Während der Eingewöhnung für das Baby, oder bei plötzlicher Erkrankung musst du mit spontanem Abholen rechnen oder die Zeit beim Kinderarzt berücksichtigen.

 

2. Routine ist wichtig, Ziele musst du dir setzen und „Setting is King“
 

  • Um dein Privatleben von der Office-Zeit zu trennen, solltest du dir Routinetätigkeiten angewöhnen. Zum Beispiel: nach dem Joggen und Duschen wirfst du dich in deine Arbeitskleidung und trinkst einen Kaffee beim Bäcker, bevor du dich zuhause an den Schreibtisch setzt. Die Grenze zwischen Arbeit und Babyzeit sollte immerhin nicht allzu sehr verschwimmen. Wenn du als Mama stillst, ist das allerdings nicht ganz so einfach.
     
  • Ein selbst gesetztes Ziel pro Tag ist sehr hilfreich. Auch eine nachträgliche Dokumentation und das Ablegen des Tagwerks. Was steht heute an? Statt der Überprüfung des Chefs, musst du selbst die Kontrolle übernehmen. Und irgendwann ist aber auch Schluss. Arbeitstag und Feierabend solltest du klar auseinanderhalten.
     
  • Dein Arbeitsplatz zuhause ist, wenn möglich von Schlafzimmern und Küche getrennt. Laptop und Smartphone alleine, sind noch kein richtiger Workspace.

Damit du im Team auf Distanz produktiv arbeiten kannst, ist es wichtig, dass du    Chats oder Video-Konferenzen in Ruhe durchführst. Gerade beim Skypen sollten Nebengeräusche wie Babyglucksen nicht übertragen werden. 

Team-Workspaces zum Ablegen und gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten solltest du technisch stabil nutzen können. Ein zweites Telefon für die Privat-Hotline ist auch zu empfehlen. 

 

Sende diese Seite an einen Freund