HypnoBirthing – Was steckt dahinter?

5 Fakten zum neuen Geburtsvorbereitungs-Trend

11.Apr 2017
Deutsch

HypnoBirthing ist eine spezielle Methode der Vorbereitung auf den Geburtsvorgang. Dabei handelt es sich aber nicht um eine reine Schmerztherapieform. Der wichtigste Aspekt bei HypnoBirthing ist die Fähigkeit zur sanften Selbsthypnose während der Geburt, die du in entsprechenden Vorbereitungskursen erwirbst. Dein Partner wird dazu eingeladen, begleitende Behandlungsmethoden zur Geburtserleichterung zu erlernen. Dazu zählen unter anderem entspannende Massagetechniken.

 

HypnoBirthing – Was steckt dahinter?Fotos: Shutterstock

Woher kommt HypnoBirthing?

Die Entwicklung des HypnoBirthing wird der amerikanischen Hypnotherapeutin Marie Mongan zugeschrieben. Sie hat die Techniken zur Geburtsvorbereitung in den 80iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt. Allerdings hat der englische Arzt Dr. Grantly Dick-Read schon einige Jahrzehnte davor die Grundlagen dafür gelegt. Er gilt immer noch als Vater der natürlichen Geburt. Heute werden die Kurse meist von erfahrenen Hebammen geleitet.

Die HypnoBirthing-Kurse dauern insgesamt 12 Stunden, verteilt auf 4 oder 5 Einheiten in wöchentlichem Abstand. Sie werden individuell, aber auch in Gruppen durchgeführt.

Was du bei HypnoBirthing erlernen kannst:

  • Angst ist ein Stressfaktor, der während der Geburt die Ausschüttung wichtiger Glückshormone (Oxytocin und Endorphine) verhindert. Diese Hormone unterbinden zwar den normalen Geburtsschmerz nicht vollkommen, bewirken aber auf ganz natürliche Weise, dass der Schmerz für die Frau erträglich ist. Deshalb wirst du in den Kurseinheiten ausreichend über den Ablauf des Geburtsvorgangs informiert. Die Angst vor der Geburt wird dir dadurch, so weit du es zulassen kannst, genommen.
  • Vor allem bei einer Erstgeburt dauert der Vorgang mehrere Stunden. Darauf kannst du dich zusammen mit deinem Partner in den Kurseinheiten gut vorbereiten. Durch das Erlernen von Atemtechniken und anderen Methoden kannst du die Geburtsdauer verkürzen und gemeinsam mit Hebamme oder Geburtshelfern während der Geburt eine angenehme Atmosphäre herstellen.
  • Durch Entspannungsübungen und Selbsthypnosetechniken minderst du Angst und körperliche Anspannung. Du gewinnst dadurch Vertrauen, Ruhe und Wohlbefinden. Wichtig ist, dass du dich vor, während und nach der Geburt sicher fühlst und lernst, deiner Intuition zu vertrauen.

HypnoBirthing – Was steckt dahinter?

  • Durch Berührung, Streicheln und Massage wird der Körper der Frau darin unterstützt, dass das wichtige Hormon Oxytocin ausreichend ausgeschüttet wird. Oxytocin ist nicht nur für das Zusammenziehen der Gebärmutter während der Wehen verantwortlich. Es ist auch das Bindungs-Hormon. Es sorgt dafür, dass du und dein Baby noch vor dem Auspulsieren der Nabelschnur, erste Glücksmomente empfindet.
  • Das Erlebnis der Geburt wird mit Hilfe von HypnoBirthing zu einer natürlichen, entspannten und friedlichen Erfahrung. Der Vater spielt dabei als Geburtsbegleiter eine zentrale Rolle. Nach der Geburt erfolgt durch die Anwendung dieser Methode eine schnellere Erholungsphase.

Wichtig: Der Inhalt des Kurs-Programms soll die Beratung durch einen Facharzt nicht ersetzen. HypnoBirthing kann aber eine sehr gute Unterstützung sein, wenn es darum geht herauszufinden, was für dich und dein Baby angenehm, wichtig und notwendig ist.

 

Sende diese Seite an einen Freund