Ich bin eine Freibad Mama

Blog Gastartikel: Deborah von Mama Rocks

20.Aug 2019
Deutsch

Ist es gefährlich mit kleinen Kindern ins Freibad zu gehen? Von vielen Seiten hört man eine klare Antwort: Ja, es stellt eine große Gefahr dar! Doch Gastbloggerin Deborah vom Blog Mama Rocks findet, dass der Besuch im Freibad unter Einhalt gewisser Regeln durchaus möglich ist und verrät dir, weshalb sie Wassergewöhnung schon im jungen Alter für sinnvoll hält.

Familie im Freibad

Jeden Sommer, seit ich Mama bin, höre ich den gleichen Satz: “Wie bitte? Du gehst mit deinen Kindern ins Freibad? Alleine?” Und meine Antwort ist stets: “Ja klar, warum nicht. Die Kinder sind glücklich im Wasser und ich bin es auch.”
 

Die Problematik

Ich muss gestehen, ich war mir lange Zeit der Polemik nicht bewusst. Da gibt es tatsächlich Mütter, die anderen Mütter unterstellen, sie würden ihre Kinder in Todesgefahr bringen, wenn sie mit ihnen ins Freibad gehen. “Du weißt, wie schnell ein Kind ertrinken kann?” Ich will an dieser Stelle auch nicht behaupten, dass es keine fahrlässigen Eltern gibt. Denn leider ertrinken jeden Sommer wieder Kinder. Das Wasser ist eine Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist. Und genau deshalb ist es mir so wichtig, dass sich die Kinder in diesem Element wohlfühlen.
 

Wasser von klein auf

Dass sich meine Kinder früh ans Wasser gewöhnen würden, stand für mich außer Frage. Wohl, weil ich selber so aufgewachsen bin. Wir waren als Kinder sehr oft schwimmen – im Freibad, im eigenen Pool und im Winter auch im Hallenbad. So haben wir vier Kinder alle schwimmen gelernt, bevor wir in den Kindergarten kamen.

Eigentlich wollte ich mit meinem ersten Kind schon ins Babyschwimmen gehen. Nur leider waren die Kurse in unserer Stadt jeweils auf Monate ausgebucht. Also startete ich unsere ganz eigene Wassergewöhnung. Ich ließ mein Baby zunächst nur die Füßchen ins Wasser halten oder ein bisschen in der Babybadewanne auf dem Balkon herumplanschen. Als meine Kleine das toll fand, gingen wir ins Freibad. Ich brachte ich sie nur unter größtem Protest wieder aus dem kühlen Nass.
 

Freibad-Regeln

Und so gingen wir weiter baden. Auch als der kleine Bruder da war. Im ersten Sommer nahm ich ihn ins Wassertragetuch. Das ist jetzt im zweiten Sommer nicht mehr möglich, denn mit seinen eineinhalb Jahren will er alles selber tun, selber erleben. Er rennt schnell, sehr schnell. Und wehe, er darf etwas nicht tun, was die große Schwester tut. Ist das manchmal stressig im Freibad? Anfangs war es das. Denn wie gesagt, ich bin keine Mama, die die Gefahr des Wassers auf die leichte Schulter nimmt. Deshalb haben wir nun unsere Freibad-Regeln aufgestellt und das sind Folgende:
 

1. Wir bleiben immer zusammen.

2. Wenn wir ins Wasser gehen, dann nur mit Schwimmhilfen.

3. Sonnenhut und UV-Anzug sind Pflicht. Sonnencreme auch.

4. Wenn Mama sagt, wir machen eine Wasser-Pause, dann respektieren wir das.
 

Ein Regelverstoß führt theoretisch dazu, dass wir nach Hause gehen. Dies musste ich aber noch nie anwenden (allerhöchstens damit drohen, als Mama weißt du ja, wie das so ist…). Meine Tochter schwimmt inzwischen übrigens sehr sicher mit Schwimmhilfen und übt gerade das Schwimmen ohne “Flügeli”, wie wir Schweizer sagen. Und mein Sohn imitiert sie selbstverständlich voller Freude dabei.

Übrigens, weshalb ich mir nach wie vor wünsche, meine Sohn würde sich in seiner motorischen Entwicklung etwas Zeit lassen und nicht alles seiner fast vierjährigen Schwester gleich tun, erfährst du hier. Und falls du noch auf der Suche nach der perfekt gefüllten Badetasche bist, ist unser Video auf jeden Fall das richtige.
 

Foto: Shutterstock

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