Ich. Du. WIR.

Blog Gastartikel: An Ordinary Miracle

21.Dez 2017
Deutsch

Endlich Urlaub! Gastbloggerin Susann von dem Blog An Ordinary Miracle über eigene Bedürfnisse vs. Muttergefühle.

Ich. Du. WIR.

Frischer Wind um die Ohren.
Meeresrauschen.
Lange Spaziergänge.
Der erste Glühwein.
Ausgedehnter Mittagsschlaf.
Fischbrötchen bis zum Abwinken.
Spätstück statt Frühstück.
Dick eingekuschelt Drachen steigen lassen.
Abendessen im Bett mit Kürbisgnocchi auf Salbeibutter.
Dazu einen Gin Tonic.

Alles Attribute eines durchwegs gelungenen Urlaubs.
Doch etwas hat gefehlt. Etwas sehr Essenzielles.

Wenn es dir schlecht geht kleiner Mann, dann steht alles still. Dann heißt es Umdenken und von Moment zu Moment leben. Stark sein damit es dir schnell bessergeht. 

Die Wochen vor unserem Urlaub waren hektisch, der Alltag viel zu dominant und die Energiereserven am Nullpunkt. Sieben Tage nur wir drei war der Plan – nicht mehr und nicht weniger. Die Sehnsucht nach dem Faul-Sein: ein Luxus der viel Selbstdisziplin aber eben auch ein Quäntchen Glück verlangt. Und dann plötzlich mit dem nächsten Zahn, mit der nächsten Erkältung, mit dem nächsten „irgendwas-ist-immer“ sind wieder wie aus dem Nichts die eigenen Bedürfnisse in Raketengeschwindigkeit ins Abseits katapultiert.

Ich sehne mich dann nach Selbstbestimmtheit, nach Ruhe. Wünsche mir, dass dieser Dämon verschwindet, der unsere gemeinsame Zeit so vergiftet. Manchmal wirkt es fast, als wäre da nur eine Hülle von dir, die du zurückgelassen hast um dich ein paar Tage weit weg zu erholen. Es tut so weh dich so leiden zu sehen, wenn du gar nicht mehr du selbst sein kannst.

Muttergefühle sind eine permanente Berg- und Talfahrt. Eine Art von Liebe, die sich ganz anders anfühlt als all das Bekannte. Durch dich sehe und fühle ich alles neu definiert, gehe Wege die nicht zurückführen. Es wird nie wieder einfach nur mich geben denn da bist jetzt immer auch du. 

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