Ich will eine glückliche Familie!

Na gut, dann eben alleinerziehend. Aber bitte ohne Blues!

01.Jul 2018
Deutsch

Zuerst fällst du aus allen Wolken. Das Thema galt ja bisher nur für die anderen. Jene Frauen, die in ihrer Beziehung prompt auf das falsche Pferd gesetzt hatten. Und so ganz unschuldig werden die wohl nicht am Kaputtgehen der Liebe gewesen sein. Die anderen – die Zicken.

Da siehst du, wie schnell es mit dem zu Gericht ziehen geht. Am härtesten trifft das Urteil aber letztlich dich selbst. Du bist deine schärfste Kritikerin. Was für eine Quälerei. (seufz)

Aber genauso wenig wie du für das Wetter verantwortlich bist, macht es Sinn, dich wegen des Scheiterns deiner Beziehung zu verurteilen. Nur, weil nach einer Reihe von Sonnentagen ein heftiger Wolkenbruch - und danach Windstille ansteht.

Damit du nicht in den Sog der üblen Stimmungen rund um das Alleinerzieherdasein tappst, empfehlen wir einen raschen Wechsel in der Betrachtungsweise.
 

Ich will eine glückliche Familie!

 

Foto: Shutterstock

Ändere, was du ändern kannst

Das ist einer jener Allgemeinplätze, mit tatsächlicher Allgemeingültigkeit. Denn wenn die Gedanken ausschließlich nur mehr rund um bereits erlittene Verluste kreisen, entsteht im Prinzip – gar nichts. Höchstens das Notwendigste. Wenn du aber für dich und die Familie die vorhandeneren Möglichkeiten ausschöpfst, kann eigentlich nicht mehr viel schieflaufen.

Zum Trost: selbst wenn es sich so anfühlt, es geht heutzutage nicht mehr um das nackte Überleben. Vor langer, langer Zeit (gähn) war es eine Katastrophe, wenn der Familienvater nicht mehr von der Jagd zurückkam. (Sei es, wegen der heißen Biene an der nächsten Höhle, oder weil ihn ein fieser Saurier dahingerafft hat.) Heute läuft es zum Glück (ein wenig) anders. Nimm´ doch die dramatische Dimension aus der Sache. Steuere den Kahn an Land. Gönne dir regelmäßig genügend Zeit zur Erholung und genieße das Leben so gut es eben gerade für dich geht. 

 

#Tipp: Verbünde dich mit deinen Stammes-Schwestern!

Scham und Schande lassen aufgeklärte Alleinerzieherinnen in ihrer Gefühlswelt heutzutage nicht mehr zu (oder?). Aber angenehm ist anders. Bei der Klärung des Familienstandes, erreicht dich stattdessen die gesellschaftliche Ächtung direkt aus dem Amt. 

Wichtig ist, dass du qualifizierte Mitstreiterinnen in Sachen Organisation und Freundschaftsdienste um dich scharst. Sei dir sicher, dass du bei deinen „Stammes-Schwestern“ ausreichend Hilfe und Verständnis findest. Networking ist alles und vereinte Kräfte tun richtig gut! 

Gib dem Alleinernzieher-Blues keine Chance! 

  
#Tipp: Hol´ Papa ins Boot

Wenn du dich als Mama von der Welt gehalten und in ihr aufgehoben fühlst, hat in letzter Konsequenz vor allem euer Nachwuchs etwas davon. Nur so kannst du für die Familie der „Fels in der Brandung“ sein. Versuche deshalb den Kindesvater in seine natürliche Verantwortung zu ziehen. Das heißt, dass die Bedürfnisse der gemeinsamen Kinder für euch 

wichtiger als eure Differenzen sind. Denn je entspannter ihr miteinander kommuniziert, desto gesünder und fröhlicher kommen eure Kinder mit der neuen Situation klar

Papa wurde ja zum Glück nicht vom fiesen Saurier aufgefressen (...)

Sende diese Seite an einen Freund