Ist der Schnuller störend für die Zahnentwicklung?

Die tägliche Schnullerparade

25.Apr 2018
Deutsch

Abgesehen von den gängigen Pros und Contras was das Saugen am Schnuller betrifft, beschäftigt viele Eltern die Wirkung des Nuckels auf Kieferbildung und Zahnentwicklung des Babys.

Babys haben ein natürliches Saugbedürfnis. Ob Stillkinder oder nicht gestillte Kinder: alle Neugeborenen kommen mit einem am eigenen Daumen trainierten Saugreflex zur Welt. Denn schon im Mama Bauch bereitet sich das heranwachsende Baby auf die Zeit nach der Geburt vor. Der Saugimpuls spielt dabei vom Übergang der Dauerversorgung über den Mutterkuchen (Plazenta) zur Ernährung über den Magen-Darm-Trakt eine wichtige Rolle.

Im Normalfall sucht das Baby direkt nach der Geburt die Brust, um daran zu saugen. Dadurch werden die Hormone Prolaktin und Oxytocin gebildet, und lassen so die Milch fließen. Damit sich die Milchbildung bei der frischgebackenen Mama richtig einpegelt, sollte in den ersten Wochen das Saugbedürfnis an der Brust gestillt werden. Eine Ausnahme besteht bei Frühchen, denn das Saugen am Nuckel während der Mahlzeiten führt zur Ausschüttung wichtiger Verdauungshormone. Es ermöglicht dem Baby seine Nahrung gut aufzunehmen und schneller an Gewicht zuzulegen.

Ist der Nuckel störend für die Zahnentwicklung?

Foto: MAM

Richtig Saugen leichtgemacht

Klarerweise kannst du als Mama keine 24 Stunden am Stück dem Saugbedürfnis deines Babys zur Verfügung stehen. Je nach Situation ist es sinnvoll, den Einsatz eines Nuckels richtig zu dosieren. Vier bis sechs Wochen nach der Geburt spricht nichts gegen einen Schnuller. Er kann wundervoll Trost spenden und dein aufgewühltes Kleines immer wieder beruhigen.

Damit es aber weder zu einem Overjet (horizontaler Überbiss) noch einem Overbite (vertikaler Überbiss) kommt, ist der besonders dünne Saugerhals des Schnullers wichtig. Aber auch die Wahl des passenden Nuckels für das entsprechende Alter! MAM Designer haben deshalb Schnuller in unterschiedlichen Größen entworfen. Denn für jedes Babyalter gibt es unterschiedliche Ansprüche.

Das Saugen am Daumen ist mit Sicherheit nicht die bessere Alternative zum Schnuller, denn dieser ist nicht kiefergerecht geformt und entstandene Fehlbildungen am Kiefer sind nach einer Weile des Dauernuckelns an den Fingern laut Kieferorthopäden eher schwer korrigierbar. Besser setzt man also auf einen Schnuller aus weichem Material. Wichtig dabei ist natürlich auch eine optimal angepasste Form des Schnullers, sodass bei der Zahnentwicklung auch wirklich nichts mehr schiefgehen kann.

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr sollte sich dein Kleines vom Schnuller verabschieden. Ist es davor bereits zu Fehlstellungen gekommen, können sie in diesem Alter immerhin noch gut ausgeglichen werden. Es soll auf keinen Fall zu bleibenden Schäden wie einem Überbiss, Kreuzbiss, vorstehenden Eckzähnen oder Verschiebungen der Backenzähne kommen. Das Abgewöhnen läuft dann am besten, wenn dein Schatz den Schnuller aktiv hergibt.

Zur Ablenkung geht es nun täglich verstärkt und mit frischem Elan um das richtige Zähneputzen. Cooles, trendiges „Werkzeug“ für das jetzt „große“ Kind zum Beispiel kann den Abschied vom Nuckel dabei erleichtern! Außerdem solltest du nicht darauf vergessen, den kleinen Fratz auch immer wieder dafür zu loben.

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