Jede Menge Unterstützung bei Ausgleichsstörungen

Was hilft dem Baby wirklich, wenn es zu viel schreit?

22.Apr 2018
Deutsch

Wenn Babys viel weinen und schreien, liegen bei manchen Jungeltern bald die Nerven völlig blank. Die Belastung eines unruhigen, quengeligen Babys das mehr als drei Stunden täglich schreit, sollte tatsächlich nicht unterschätzt werden. Es muss dabei aber auch nicht unbedingt gleich der Weg in eine Schreiambulanz anstehen. Obwohl dir speziell in der Zeit des Wochenbettes ein temporärer stationärer Aufenthalt helfen kann, nach großer Erschöpfung wieder zu Kräften zu kommen. Grundsätzlich versuchen frischgebackene Eltern aber, mit Hilfe der Familie und von engen Freunden, die jeweilige Situation in den Griff zu bekommen.

Jede Menge Unterstützung bei Ausgleichsstörungen

Foto: Shutterstock

Warum schreit mein Baby?

Dass jedes Baby mindestens einmal pro Tag weint und schreit, gehört ganz einfach zum normalen Alltag mit einem Neugeborenen. Wenn es zu einem unspezifischen Schreien kommt, dann bedeutet das, dass den Eltern der Grund dafür unklar ist. Es kann sein, dass beim Baby Unruhe entsteht, weil sich zum Beispiel Geburtstraumata lösen oder aus unerklärlichen Gründen Schlafstörungen bestehen.

Man spricht von Ausgleichsstörungen, wenn sich die natürliche Anpassung des Babys an die neuen Gegebenheiten nicht einstellen will. Wohltuende Techniken wie Babymassagen können dabei zwar Wunder wirken - sollte das Baby jedoch trotzdem viel weinen, ist der Weg zu einem Spezialisten ein Muss.
 

Was tun?

Hier sind zwei der therapeutischen Möglichkeiten, die einem Schreibaby rasch Erleichterung bringen können:

#1        Craniosacral-Behandlung

Die Craniosacral-Therapie hat sich im Einsatz bei verschiedenen Arten von Unruhe bei Säuglingen bisher gut bewährt. Sie ist ein Teilbereich der Osteopathie. Nach verschiedenen Geburtskomplikationen kann es zum Beispiel eine Weile dauern, bis sich beim Neugeborenen die entstandenen Traumata lösen. Es kann sein, dass eine leichte Kopfverformung plötzlich schmerzhaft ist, weil bei der Geburt eine Saugglocke im Einsatz war. Daraus ergeben sich später auch eventuell Dinge wie Trink- und Saugprobleme.

Bei der alternativen Behandlungsform der Craniosacral-Therapie werden mit speziellen Handgriffen Schädel, Nacken, Zungenbein, Thorax, Wirbelsäule, Kreuzbein, Zwerchfell, Becken und Füße behandelt. Das Baby kann während der Behandlung gestillt werden, schlafen oder wach sein. Die Dauer ergibt sich daraus wie schnell sich dein Kleines entspannen kann. Nach der Therapie werden viele Babys müde oder hungrig. Das Baby kann auch erst mal quengelig werden, bis sich die Verschiebung der Körperflüssigkeiten, Knochen und Knorpel gelegt hat. Bei Schlafproblemen oder Koliken sollte das Ergebnis der Behandlung aber rasch deutlich werden und das Schreien nachlassen. In vielen Fällen braucht es nur eine einzige Sitzung für ein positives Ergebnis.
 

#2        Homöopathie

Dass Trauma bei Mama und Baby entsteht, ist schon während der Schwangerschaft möglich. Schon vor der Geburt können sich mehrere Ursachen auf die Entwicklung des Babys und die Psyche der Mama auswirken. Schwierige Lebensumstände, manche Untersuchungen oder der Verlust eines Familienmitgliedes können zu körperlichen und seelischen Verkrampfungen führen. Einwirkung bei der Geburt mit Zange oder Injektionsnadeln, bis zum ungeplanten Kaiserschnitt, können Ängste auslösen. Ausgleichend dafür können homöopathische Globuli wirken. Auch hier ist wichtig, dass du einen erfahrenen Spezialisten ausmachst, der dich betreffend die geeignete Potenz, Dosierung und vor allem der richtigen Indikation ausreichend informiert. Einige Kinderärzte bieten die Beratung für eine Therapie mit Homöopathie als Zusatzservice an.

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