Käse in der Schwangerschaft?

Bei diesen Sorten heißt es „Aufpassen!“

15.Feb 2017
Deutsch

Vor allem bei Schwangeren, die sonst eher wenig Milchprodukte konsumieren, kann Käse eine wichtige Protein- und Kalziumquelle sein. Außerdem ist Käse reich an wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Phosphor und enthält die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Zink sowie B-Vitamine. Alle Nährstoffe, die das ungeborene Baby während der Schwangerschaft für seine optimale Entwicklung im Mutterleib in größeren Mengen benötigt. Doch welche Käsesorten sind auch wirklich für Schwangere geeignet? Und von welchem Käse solltest du in der Schwangerschaft und Stillzeit lieber die Finger lassen? Wir sagen es dir.

Käse in der Schwangerschaft?

Foto: Shutterstock 

Grundsätzlich gilt: Pasteurisiert und ultrahocherhitzt ja, Rohmilch nein. Milch wird zur Haltbarmachung im Pasteurisierungsverfahren auf bis zu 100°C erhitzt, ultrahocherhitzte Milch für einige Sekunden sogar auf bis zu 150 °C. Keime und Krankheitserreger wie Salmonellen, Listerien, E. coli oder Tuberkulosebakterien haben bei derartigen Temperaturen keine Chance. Was dies nun mit Käse zu tun hat? Nun, aus pasteurisierter und ultrahocherhitzter Milch hergestellten Käse kannst du während der Schwangerschaft getrost genießen. Bei der Erzeugung von Rohmilchkäse wird nämlich die Milch auf höchstens 40°C erhitzt. Ein Temperaturbereich, bei dem einige Bakterien durchaus überleben und sich gut ausbreiten können. Für gesunde Erwachsene sind solche Keime in der Regel ungefährlich, ein Verzehr in der Schwangerschaft kann allerdings zu Infektionen mit teilweise gefährlichen Komplikationen führen.

Eine Ausnahme für diese Regel: Hartkäse, der aus Rohmilch hergestellt wurde. Aufgrund der langen Lagerung sind sein Wassergehalt und pH-Wert so gering und sein Salzgehalt gleichzeitig so hoch, dass Keime darin nicht leben können. Der Verzehr von Rohmilch Hartkäse, wie Parmesan oder Allgäuer Emmentaler, gilt aus diesem Grund für Schwangere als unbedenklich. Hier nochmals ein Überblick:

 

Käse in der Schwangerschaft?

Käse in der Schwangerschaft?

Übrigens: Bestimmte Keime, allen voran Listerien, siedeln sich gerne in der Käserinde an. Auch bei Käsesorten aus pasteurisierter Milch. Daher solltest du sicherheitshalber stets die Rinde entfernen! 

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