Kaiserschnitt

Alles was du wissen solltest

09.Aug 2016
Deutsch

Natürlich wünschen sich die meisten Frauen, dass sie ihre Kinder auf natürliche Art gebären. Es gibt aber eine Reihe an Gründen, die zu einem Kaiserschnitt führen. In Deutschland werden etwa 30 Prozent der Kinder durch einen Kaiserschnitt geboren. Normalerweise ist dein Baby auf diese Weise bereits nach 10 bis 15 Minuten geboren, die Operation kann aber auch bis zu 60 Minuten dauern.

Warum benötigt eine Frau einen Kaiserschnitt?

Geplanter Kaiserschnitt:

  • Das Baby liegt in der Steißlage, hat Abnormität oder eine Erkrankung.
  • es sind 3 oder mehr Babys,
  • die Präeklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck) der Mutter verschlimmert sich zusehends, sodass eine sofortige Entbindung nötig ist,
  • in der Vergangenheit der Mutter gab es Gebärmutteroperationen,
  • die Mutter hat eine Plazenta praevia (vorgelagerte Plazenta).
  • Wenn die Mutter das aus einem persönlichen Grund so wünscht

Kaiserschnitt

Foto: Shutterstock

Weitere Gründe für eine operative Entbindung:

  • Babys Herztöne werden schlechter,
  • die Nabelschnur hat sich um Babys Hals gewickelt,
  • die Nabelschnur rutscht vor dem Baby durch den Muttermund heraus,
  • die Plazenta hat sich vorzeitig abgelöst.

Was genau passiert bei dieser Geburtsmethode?

Für den Kaiserschnitt stehen verschiedene Arten der Narkose zur Verfügung. Meist werden die regionalen Betäubungsverfahren Periduralanästhesie oder Spinalanästhesie eingesetzt. In beiden Fällen ist die Frau bei Bewusstsein. Eine Vollnarkose wird heute nur noch in Notfällen durchgeführt.

Zur Vorbereitung auf die Operation wird ein Blasenkatheter gelegt. Im Bereich des Oberbauchs wird ein Sichtschutz angebracht, damit die Frau keinen direkten Blick auf das Operationsfeld hat. Gleichzeitig wird auf diese Weise auch das Operationsfeld vor Keimen geschützt.

Wenn die Frau sicher keine Schmerzen mehr hat, wird ein horizontaler Schnitt unterhalb der Schamhaargrenze gesetzt. Die Bauchdecke wird Schicht für Schicht sorgfältig geöffnet. Sofort nach Öffnung der Gebärmutter wird das Baby vorsichtig aus der Gebärmutter gehoben und in warme Tücher gehüllt. Die Mutter kann nun das Neugeborene sehen.

Kaiserschnitt

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Nachdem das Baby herausgehoben wurde, beginnt die Gebärmutter sich zusammen zu ziehen, gleich wie bei einer normalen Geburt.

Normalerweise kann dein Partner auch während einer Kaiserschnitt-Geburt bei dir sein. Nur in sehr seltenen Notfällen geht das nicht.

Alle Details und Fragen über einen möglichen oder bereits fixen Kaiserschnitt besprichst du immer am besten mit deinem behandelnden Arzt. 

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