Kinderernährung: So überzeugst du hartnäckige Gemüsemuffel

Hilfe, mein Kind ist schleckig - 6 Tipps

21.Jul 2017
Deutsch

Kinderernährung – Hilfe mein Kind ist wählerisch! Dein kleiner Dickkopf will das gute Bio-Gemüse nicht essen? Lass dich davon nicht entmutigen. Klar, mit der hohen Kunst des Überredens kommen Eltern oft nicht weit. Aber mit etwas Geduld und einigen Tricks, werden selbst „wählerische“ Kinder früher oder später mit gesunden Nahrungsmitteln ihren Frieden schließen. So überzeugst du hartnäckige Gemüsemuffel!

 

Kinderernährung: So überzeugst du hartnäckige Gemüsemuffel  Fotos: Shutterstock

Die Geschmackswahrnehmung von Kindern ist ganz anders ausgeprägt als bei Erwachsenen. Sie bevorzugen süßliche Gemüsesorten wie Mais, Erbsen oder Möhren, weil sie Bitterstoffe einfach deutlicher schmecken. Deshalb essen viele Kids am liebsten täglich Gerichte wie Nudeln mit Soße. Diese 6 Tipps sollen helfen, den kleinen Gemüsemuffel umzustimmen und dem eintönigen Speiseplan eine gesunde Note zu verleihen.

1. Lieber Rohkost als gekocht

Viele Kinder essen lieber Rohkost als gedünstetes oder gekochtes Gemüse. Fingerfood ist eine willkommene Mahlzeit für zwischendurch. Mundgerecht geschnittene bunte Stängelchen mit Joghurt-Dip oder Hummus, isst fast jedes Kind. Beim Gemüse Waschen, Schnippeln und Raspeln kann dir dein Schatz ja vielleicht schon helfen. Danach ist die Freude über den Snack noch ein Stück größer. Vor allem, wenn ihr ein lustiges Gemüsegesicht auf den Teller dekoriert.

2. Pürieren, im Eintopf oder als Suppe

Damit Gemüse auch eine warme Mahlzeit wird, lässt es sich in gekochten Gerichten verstecken. Kürbissuppe schmeckt süß und ist bei Kindern sehr beliebt. Oder Kartoffelbrei, der mit pürierten Kräutern, Radieschen oder Rüben verrührt, auch noch hübsche Farbkleckse auf den Teller malt. Die kleinen Detektive kommen mit weniger beliebtem Gemüse eher zurande, wenn es das Auge überzeugt. Und den Eintopf nennst du einfach Ratatouille, nach dem beliebten Animationsfilm mit dem kochenden Helden Rémy. Er schmeckt dann einfach besser!

3. Mit dem Mixer in Szene setzen

Blattgemüse lässt sich zusammen mit Obst zu leckeren Smoothies mixen. Auch Gurke und Avocado schmecken darin erfrischend und sind sehr nahrhaft. Selbst Grünkohl wird mit Apfel und Banane süß wie ein Dessert. Für Kinder, welche die Farbe grün im Essen nicht mögen, färbt ein Beerenmix den Drink schön lila oder rot. Vor allem im Sommer ist das die perfekte Mahlzeit für zwischendurch.

Kinderernährung: So überzeugst du hartnäckige Gemüsemuffel

4. Dem Grünzeug beim Wachsen zusehen

Ein großer Anreiz für ein Kind ist, wenn die Familie Kräuter und Gemüse selbst anbauen und ernten kann. Dein Kleines lernt dadurch, wie duftende und gesunde Lebensmittel entstehen, und es entwickelt einen ganz persönlichen und natürlichen Umgang damit. Die Freude über die Tomatenernte auf der Fensterbank ermutigt es, auch andere Gemüsesorten zu versuchen. Denn ausbuddeln und pflücken macht Spaß, und das selbstgezogene gesunde Gewächs schmeckt doppelt lecker.

5. Mal was Neues ausprobieren

Simple Rezept-Ideen sind für den Kindergaumen fast immer die besten. Etwa Gemüse Chips: Zucchini oder Süßkartoffeln in dünne Scheiben schneiden, würzen, auf Backpapier und Blech auslegen, und im Ofenrohr für etwa 45 Minuten kross backen (bei 80 Grad Ober/Unterhitze). Bei manchen (nicht allen!) Kindern schlägt das Herz außerdem höher, wenn du Salat und Gemüse mit essbaren Frühlings- und Sommerblüten dekorierst.                  

6. Dein Kind ahmt dich nach

Eines ist sicher: die Vorbildwirkung von Erwachsenen sollte bei Kindern nicht unterschätzt werden. Wenn du selbst das Gemüse beim Essen geniesst, dann kommt dein Schatz vielleicht gar nicht erst auf die Idee, dass etwas daran nicht schmecken könnte. Es wird immerhin einen Versuch wagen!

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