Kindsbewegungen aus Mamas Babybauch

Ab wann das Ungeborene deine Welt bewegt

01.Mai 2019
Deutsch

Für dich als Schwangere ist es das schönste und unglaublichste Gefühl, das du spüren kannst. Beschreiben kannst du es nur vage. Manche meinen, es fühlt sich an wie blubbernde Seifenblasen, wie ein wild umherfliegender Schwarm von Schmetterlingen, oder wie ein Kickboxer auf dem Trampolin. Nenne es Zappeln, Streicheln oder Flattern – die sanften Puffe aus dem Mama-Bauch zählen zu den berührendsten Momenten jeder Schwangerschaft. Sie sind der eindeutige Beweis dafür, dass in deinem Bauch neues Leben heranwächst. Und nachdem es kein Goldfisch sein kann, der es sich in deinem Bauch-Aquarium gemütlich macht, ist klar, dass es sich um die Kindsbewegungen deines Sprösslings handelt.
 

Kindsbewegungen aus Mamas BabybauchFoto: Shutterstock

Für den Papa in spe und ältere Geschwister sind die erstmal fühlbaren und später auch sichtbaren Kindsbewegungen immens faszinierend. Denn das Baby reagiert bereits im Mama-Bauch auf Stimmen, Musik oder Streicheleinheiten.
 

Ab wann, es mit den Puffen und Tritten aus dem Bauch losgeht, erfährst du hier:

  • Ab etwa der 20. SSW ist es endlich soweit: Von dir als Mama in spe werden die allerersten Kindsbewegungen bemerkt. Erwartest du dein zweites oder drittes Kind, kann dies auch etwas früher sein. Bis zu dieser Woche ist die Organentwicklung abgeschlossen, dein Baby kann deine Stimme hören und hat die Größe einer Banane erreicht. Wann es mit der „Babygymnastik“ losgeht hängt auch von der Lage der Plazenta ab. Die Bewegungen sind zuerst eher sanft. Es ist schließlich noch genug Platz für das Baby da, um gemächlich im Fruchtwasser zu treiben oder flugs Purzelbäume zu schlagen. Denn gut geschützt im warmen Fruchtwasser trainiert das Baby für sein zukünftiges Leben: Da werden in Mamas Bauch die Fäuste geballt, die Zehen gespreizt und auch am Daumen wird zum ersten Mal genuckelt.

  • Das ungeborene Baby bewegt sich jedoch nicht pausenlos. Es hat zwischen seinen wachen Momenten, die sehr kurz sein können, oftmals ausgedehnte Ruhepausen. Denn während es wächst, schläft es sehr viel und bewegt sich nur unregelmäßig. Und das über den Tag und die Nacht verteilt.

  • Rund um die 24. und 25. SSW beginnen die Kindsbewegungen heftiger zu werden, das Baby macht sich spürbar bemerkbar, denn im Bauch wird es zunehmend enger. Es kann durchaus sein, dass die Puffe abends, wenn du zur Ruhe kommst, oder während der Nacht, am heftigsten sind. Vom leichten Stupsen kann man in der 24. und 25. SSW nicht mehr sprechen, jetzt turnt das Baby wortwörtlich im Bauch herum. Die Nabelschnur dient als Spielzeug, die Füße strampeln herum und auch das Fruchtwasser wird gekostet. Alles will einmal ausprobiert werden!
     

Grund zur Sorge, wenn du mal keine Kindsbewegungen spürst?

Ganz genauso wie ein Neugeborenes, hat das Baby auch im Bauch seinen eigenen Schlaf- und Wachrhythmus. Solltest du über einige Tage mal nicht in die Seite geboxt werden, dann ist das noch lange kein Grund zur Panik. Kommen jedoch Ängste um das Baby auf, helfen dir dein Gynäkologe oder deine Hebamme weiter. Diese prüfen ebenso wie bei den Vorsorgeuntersuchungen auf alle Fälle die Herztöne.
 

So kannst du dein Ungeborenes beruhigen

  • Dein eigener Tagesrhythmus hat einen gewissen Einfluss auf das Baby. Abrupte Bewegungen oder plötzlicher Lärm können es aus dem Schlaf reißen oder ängstigen. Denn ab Mitte der Schwangerschaft nimmt das Ungeborene Vibrationen aus der Außenwelt wahr.

  • Es fühlt auch deine warme, vertraute Hand auf dem Bauch und lässt sich dadurch beruhigen.

  • Papas oder Geschwisterchens gutes Zureden kann Wunder wirken, sollten sich viele sichtbare Beulen aus der Bauchdecke schieben, weil das Baby im Aufruhr ist.

  • Deine Lieblingsmusik oder sanfte Klänge wie Meeresrauschen und Delphin-Stimmen können ebenfalls zur Beruhigung des Babys beitragen. Denn Hören und Fühlen können Babys schon im Bauch. Sie reagieren sogar auf Eindrücke von außen und „antworten“ mit Bewegung auf die Umwelt und die Emotionen ihrer Mutter. Eindrücke aus der Umgebung wecken die Neugier auf die Zeit nach der Schwangerschaft.

Und je entspannter du selbst bist, desto besser kommt auch dein Kleines mit unerwarteten Störfaktoren klar!

Wie sehr die ersten Kindsbewegungen dein Leben verändern, kommt oft erst rückblickend richtig deutlich ins Bewusstsein. Ganz persönliche Kommentare unserer bezaubernden Little Big Heart Community kannst du aber schon jetzt nachlesen, wenn es heißt: das Baby spüren!

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