Kleine Persönlichkeit - großer Charakter

Das Temperament deines Kindes in seinen vielfältigen Farben

05.Aug 2018
Deutsch

Schon kurz nach der Geburt wird bei vielen Babys die Richtung ihres Wesens spürbar. Manche Mamas fühlen das tobende Temperament ihres heranwachsenden Sprösslings tatsächlich ja auch schon ab und an im Mutterbauch. Wie sich die Züge seiner Persönlichkeit entwickeln werden, kannst du aber spätestens in den ersten Lebensjahren deines Kindes gut beobachten. 
 

Kleine Persönlichkeit - großer Charakter
Foto: Shutterstock
 

Ist dabei eingreifen und „formen“ pädagogisch wertvoll? 
 

Eltern erkennen die Signale ihrer Kinder grundsätzlich am ehesten und am besten. Der Umgang damit ist aber nicht immer einfach. Forscher haben nun die Entwicklung des Charakters beim Kind genau beobachtet und folgende Anhaltspunkte festgestellt:
 

3 Neigungen, die du schon beim Baby erkennen kannst:
 

Die „Big Five“ der Persönlichkeit:
 

  • Offenheit für Erfahrungen, Aufgeschlossenheit

Kinder, die Interesse an Neuem zeigen, generell neugierig sind und sich gerne in Abenteuer     stürzen

  • Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit

sehr zielstrebige, verlässliche und gewissenhafte Kinder. (Diese Ausprägung wird vor allem im Grundschulalter mehr oder weniger deutlich.)

  • Verträglichkeit, Rücksichtnahme, Bereitschaft zu kooperieren

hilfsbereite, mitfühlende, rücksichtsvolle und warmherzige Kinder, die einfach zur Zusammenarbeit zu motivieren sind.

  • Geselligkeit, Umgang mit der Außenwelt

Kinder, die viel und schnell sprechen, stets den Kontakt zu andern suchen und gerne im Mittelpunkt stehen. 

  • Verletzlichkeit, zu Stimmungsschwankungen neigend

Kinder, die schnell um etwas besorgt sind, in vielen Situationen Probleme sehen und deren Gefühlswelt sehr schwankend ist.

 

Grundsätzlich hat aber jedes Kind Anteile an all diesen Persönlichkeitsbildern.
 

Den Grad der Ausprägungen kannst du bei deinem Kind feststellen, beobachten und es dementsprechend auch rücksichtsvoll behandeln. 

Sieht es zum Beispiel an jeder Ecke Probleme, kannst du immer wieder seine Bedenken abschwächen und Lösungen dafür anbieten. Dadurch wird dein Schatz aufgeschlossener und vertrauensvoller. 

Manche Kinder sind eben sehr empfindlich oder brauchen viel Zeit und Ruhe, um sich in ihr Spiel richtig vertiefen zu können. Andere hingegen sind kaum zu bändigen, wild und zackig unterwegs. Sie müssen sich viel bewegen, um ihre Balance zu finden. 

Dein Einfühlungsvermögen und deinen Instinkt solltest du in jedem Fall einsetzen, um die geeigneten Umstände für dein Kleines herzustellen. Wenn du etwas Gegenwind anbietest, sobald die Emotionen deines Kindes ausufern, tut das jedenfalls der Stimmung der ganzen Familie gut! 

 

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