Konkurrenzkampf bei Müttern

Wir nehmen den obligatorischen Mama-Wettstreit unter die Lupe

30.Sep 2017
Deutsch

Im Grunde genommen wissen wir doch: Alle Mamas sind Supermamas und alle Babys sind ganz einfach toll! Und doch kommt es unter uns Mütter immer wieder zum Wettstreit und zu vergleichen:  Wer wurde zuerst schwanger? Wer hat den besseren Kinderwagen? Welches Baby hat im Bauch zuerst geboxt? Ach, bei dir hat die Geburt so lange gedauert? Wie, dein Kleiner kann noch nicht laufen? Mein Kind spricht bereits drei Fremdsprachen! Ihr wisst, wovon wir sprechen.

 

Konkurrenzkampf bei MütternFoto: Shutterstock

Mamas sein: Von Konkurrenzkampf und Stutenbissigkeit

Ein wenig eleganter Begriff dafür ist „Stutenbissigkeit“. Also der gereizte Konkurrenzkampf zwischen weiblichen Pferden. So wird das Phänomen im Volksmund beschrieben. Bleiben wir bei der Tierwelt, dann stellen wir fest, dass es bei Rivalität im Herdenverbund um die Rangordnung geht. Wer ist hier die Leitstute - oder das Alpha-Tier?

Wenn wir uns aber eine Herde, ein Rudel oder einen Vogelschwarm ansehen, dann ist es so, dass es immer nur wenige Leitfiguren gibt. Die wechseln einander entweder ab, oder es gibt ganz einfach nur eine. Und dieses Alpha-Tier trägt die Verantwortung für alle anderen. Es achtet darauf, dass auch die Schwächsten im Verbund nicht zurückgelassen werden.

Im Englischen wird der Konkurrenzkampf unter Frauen als „catfight“ betitelt. Das klingt schon sympathischer, weil Katzen bekanntlich Individualisten sind. Sie kämpfen und verabschieden sich wortlos voneinander. Wer dabei im Rang aufsteigt, bleibt dem Beobachter aber eher unklar. Ähnlich verhält es sich unter Frauen im Berufsleben, aber auch bei frischgebackenen Mamas. Kein Wunder, leben wir doch in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es an der Tagesordnung ist, sich mit anderen zu vergleichen. 

Innerhalb der Familie sollte es aber nicht zu einem andauernden Konkurrenzkampf kommen. Denn Geschwisterkinder müssen lernen, wie sie Konflikte bewältigen ohne dabei die Grenzen des anderen zu überschreiten. Und das bedarf einer guten Führung durch die Eltern.

Deshalb macht es Sinn, wenn Mamas in der „Herde“ auf den Wettkampf verzichten, und einander unterstützen. Denn sobald den Erfolgen der anderen Mama Wertschätzung zukommt, ist sie keine Rivalin mehr. Sie kann letztlich sogar zur Freundin werden. Und Schwierigkeiten während der Erziehungsarbeit, tauchen über kurz oder lang bei allen Supermamas auf. Wenn wir Frauen uns gegenseitig unter die Arme greifen und anspornen, helfen wir den Superbabys in ihrer Entwicklung. Und das steigert deren und unseren Selbstwert! 

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