Kranke Kinder – der erste Winter in der Kita

Blog Gastartikel: Mama Rocks

01.Jan 2019
Deutsch

Kranksein macht keinen Spaß. Bloggerin Deborah von mama rocks erzählt, wie es ihrem Sohn im ersten Kita-Winter ergeht und wie sie den Alltag mit zwei kranken Kindern meistert.

Kranke Kinder – der erste Winter in der Kita

Foto: mama rocks

Ich wusste es schon immer: irgendwann würden sie zuschlagen. Seit der Babybruder im Alter von sechs Monaten in die Kita ging, beäugte ich ihn misstrauisch. Wartete richtiggehend auf all die vielen Kinderkrankheiten und Viren. Doch zuerst geschah nichts. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Kleine im Mai mit der Kita anfing oder, dass ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch stillte. Sicher ist, wir verbrachten einen wunderbaren und vor allem krankheitsfreien Sommer.

Doch dann, pünktlich auf die kalten Temperaturen, bekam er Fieber. Sehr hohes Fieber. Als die 40 Grad erreicht waren – natürlich an einem Samstag – packte ich den Kleinen ins Tragetuch und ging mit ihm in die Notfallpraxis. Zum einen kannte ich so hohes Fieber von meiner Großen nicht und zum anderen wollten wir am nächsten Tag in die Ferien fahren. Die Diagnose war unklar. Sicher war eine Mittelohrenentzündung mit im Spiel und eventuell auch noch Handfußmundkrankheit. Drei Tage später wussten wir dann, dass es das 3-Tage-Fieber war.

Seither ist der Kleine krank. Mal mehr mal weniger. Mal Schnupfen, mal Husten und mal Fieber. Und dann auch noch Pseudokrupp. Ja, ich war mit ihm erneut beim Arzt. Ich machte mir Sorgen, dass er sich etwas Ernstes eingefangen hatte. Klar, der Arzt testete ihn. Aber das Einzige was rauskam war:„War er am Montag wieder in der Kita?... Dann hat er sich sicher einen neuen Infekt eingefangen!“
 

Und dann war die Große auch noch krank

Einige Tage später, der Kleine war natürlich immer noch nicht fit, begann natürlich die Große zu husten. „Mama, ich brauche ein Schnupfentuch, meine Nase läuft aus!“ Und so begann mein Martyrium mit zwei kranken Kindern. Tagsüber konnte ich die Beiden ganz gut handeln. Die Dreijährige war Gott sei Dank besonders kuschelig und ruhebedürftig. Also konnten wir zu Hause malen, backen und kneten. Außerdem machte sie plötzlich wieder Mittagsschlaf.

Aber die Nächte… ja, die Nächte… einmal Reizhusten und einmal Pseudokrupp brachten mich an den Rand der Verzweiflung. Es ist ja nicht so, dass die beiden simultan husten würden. Im Gegenteil: ich glaubte an eine Verschwörung, mich einem möglichst versetzten Dauerhusten auszusetzen.

Was half? Eine aufgeschnittene Zwiebel zwischen den Kindern. Ein Gang zur Apotheke, bei dem wir einen pflanzlichen Hustensirup für die Große und einen homöopathischen für den Kleinen bekamen, sowie der Entschluss, abwechselnd bei den Kindern zu schlafen. Ein Elternteil schläft im Familienbett, das andere im Gästezimmer. So können wir wenigstens jede zweite Nacht schlafen.

Und sonst? Eigentlich nur das Wissen, dass alles nur eine Phase ist. Irgendwann wird das Immunsystem der Kinder genügend ausgebaut sein, dass sie höchstens noch ein wenig Schnupfen haben. Irgendwann.

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