Lebensmittel-Check bei Sodbrennen

Gib dem Reflux keine Chance!

30.Nov 2018
Deutsch

Saures Aufstoßen in der Schwangerschaft ist tatsächlich eine unglaublich lästige Angelegenheit. Zu den möglichen Auslösern zählen neben der körperlichen Umstellung auch Dinge wie Stress oder seelische Belastungen. Aber was war zuerst da: das Huhn oder das Ei? Miesepetrige Laune kann zwar auf den Magen drücken, was aber oft darauffolgt, ist eine Heißhunger-Attacke einfach aus Frust. Schon steckst du in der Klemme, denn hastiges Hinunterschlingen toppt das Ganze noch – überhaupt, wenn du dir dabei das Fastfood an der Ecke einverleibst. Der gefürchtete Reflux ist dabei vorprogrammiert. Und das zermürbt.

Lebensmittel-Check bei Sodbrennen

Foto: Shutterstock

Im Grunde weißt du selbst am besten, was dir guttut und was nicht. Damit du dich aber von einer Talfahrt in Sachen Ernährung effektiv abhältst, haben wir bereits in Teil 1 dieses Beitrags einige Infos über Lebensmittel zusammengestellt, die dem Sodbrennen entgegenwirken. Hier noch einige Tipps und die Fortsetzung zum Thema:
 

#3 Obst

Eine Banane wirkt nahezu augenblicklich bei Sodbrennen. Genauso wie der heimische Apfel. Beide reduzieren die Magensäure, selbst in getrockneter Variante. Frischer Apfelsaft ist ebenfalls eine gute Alternative. Birnen, Pfirsiche und Weintrauben, aber auch Melonen und Erdbeeren sind brauchbare Antazida. 20 Stück einzelne Trauben, können das Problem mit dem Aufstoßen sofort beheben. Obst solltest du, wenn du schwanger bist grundsätzlich jede Menge essen. Dies gilt jedoch nur, sofern keine Allergien bestehen.

Vermeiden solltest du Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits – selbst als Säfte. Auch Speisen wie das leckere Preiselbeerkompott. Bei Ananasstücken und -saft hingegen, wirkt das enthaltene Enzym Bromelain günstig auf die Verdauung!
 

#4 Getreide

Der Magen verwandelt sich durch gekochtes oder gebackenes Getreide in einen Gärbottich. Dabei entstehen Säuren. Deshalb solltest du Brot tunlichst vermeiden, wenn du zu Blähungen und Sodbrennen neigst. Kannst du auf Gebäck nicht verzichten, dann genieße es lieber trocken als ofenfrisch. Ähnlich wie Brot wirkt Getreidebrei. Haferflocken und Kleie sind dabei weniger bedenklich, weil sie Säuren binden. Zu den Säureblockern unter den Getreidearten zählen Quinoa, Vollkorn- oder Yamani Reis. Auch Couscous und Buchweizen belasten die Verdauung nur sehr gering.
 

#5 Milchprodukte

Vollmilch ist dafür bekannt, als Säurebinder zu wirken. Allerdings entsteht bei der Verdauung Kasein (ein grobflockig gerinnendes Eiweiß), das wiederum schwer verdaulich ist.

Süße Sahne ist laut Ayurveda Küche die besser verträgliche Alternative. Aber grundsätzlich wird bei Reflux zu Naturjoghurt mit probiotischen Milchsäurebakterien gegriffen. Bei Käsesorten wird Feta-, Ziegen- und Frischkäse empfohlen. Und nichts ist gegen frischen Kräuter- oder Obstquark einzuwenden!
 

 #6 Fleisch-Fisch

Frische Hähnchenbrust, am besten vom Biobauernhof, ist völlig unbedenklich. Selbst wenn du zu Übersäuerung neigst. Gegen Seelachs und heimischen Süßwasserfisch ist auch nichts einzuwenden.
 

#7 Lupinenkaffee als Kaffeeersatz

Als beste Alternative zu Bohnenkaffee, zählt aktuell der schonende Kaffee aus gerösteten Lupinensamen. Er ist glutenfrei und wird aus alkaloidarmen Lupinensorten hergestellt. Das Aroma erinnert stark an einen klassischen Kaffee, weshalb er selbst von unverbesserlichen Kaffeetrinkern gerne genossen wird. Den aufgebrühten Lupinenkaffee bereichern außerdem wasserlösliche, hitzebeständige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine wie Magnesium, Zink, Eisen, Vitamin B2 und B3. Im Mittelmeerraum gelten übrigens gekochte und eingelegte Lupinensamen ebenfalls als beliebter Snack.

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