Losfahren zum Kreißsaal – oder doch noch nicht?

7 mögliche Anzeichen für den Beginn der Geburt

25.Jun 2018
Deutsch

So richtig gelassen bist du als werdende Mama bei deiner ersten Entbindung vermutlich generell nicht. Ab der 38.SSW geht das Rätselraten meist bereits los, ob und wie sich die ersten Anzeichen der Geburt bemerkbar machen werden. Du weißt zwar alles über Wehen, aber wie sie sich tatsächlich anfühlen, kannst du natürlich noch nicht konkret deuten. Na toll. Was also in einem Moment der Unsicherheit tun? „Losfahren!“ ruft vielleicht der nervöse Papa in spe und läuft schon am Flur auf und ab. Oder hast du etwa selbst ein bisschen Panik und willst sofort in den sicheren Hafen des Kreißsaals? Immerhin sind dort fachlich versierte Geburtsbegleiter und ihr wartet ja schon beide ungeduldig auf das Baby. Mit gemischten Gefühlen, von bibbern bis zu überquellender Freude ist in diesem Fall wirklich alles nachvollziehbar.

Losfahren zum Kreißsaal – oder doch noch nicht?

 Foto: Shutterstock

 

Also lieber früher in die Klinik als zu spät?  

Hat der Geburtsprozess noch nicht begonnen, müsst ihr dort vermutlich endlos lange warten. Und die Zeit während der Vorwehen in einem Krankenhaus herumzubekommen, ist nun nicht gerade behaglich. Denn das Helferteam kümmert sich erst eingehend um die Schwangere, wenn die Geburt deutlich losgeht. Die ersten Anzeichen dafür sind: 

·      Unlust und Unruhe bei der Hochschwangeren können erste Hinweise auf den Beginn der Geburt sein, sowie theoretisch Schlaflosigkeit oder abnehmender Appetit für manche Frauen bereits einige Tage davor die Geburt einleiten.
 

·      Vor dem Muttermund hat sich als Schutz vor Keimen für das Baby ein Schleimpfropf gebildet. Wenn dieser abgeht, beginnt die Geburt in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage oder auch Stunden.
 

·      Bei vielen Frauen werden die Brustwarzen vor der Geburt dunkler und es kann etwas Vormilch austreten. Auch leichte Blutungen im Vaginalbereich sind ein mögliches Anzeichen.
 

·      Sobald die Wehenhormone ausgeschüttet werden entleert sich der Darm. 

Leichter Durchfall kann dabei von Übelkeit begleitet werden. Ebenfalls mögliche Anzeichen sind Erbrechen und Kopfschmerzen. (Genauso gut kann es aber sein, dass nichts von alledem eintritt.)
 

·      Wehen können sich ganz unterschiedlich anfühlen. Es sind in vielen Fällen krampfartige Schmerzen, die dem Ziehen während der Monatsblutung ähneln. Sie können über den Rücken bis in die Waden ausstrahlen. Vielleicht fühlen sie sich wie ein Gürtel an, der während der Wehe enger und in den Wehenpausen wieder lockerer wird. Jede Schwangere nimmt je nach individueller Schmerzempfindlichkeit die Wehen ein wenig anders wahr. Spürbare Senkwehen hattest du eventuell sogar bereits, während sich das Baby mit dem Kopf nach unten in dein Becken positioniert hat. 
 

·      Ob es sich um Senk- oder Geburtswehen handelt, kannst du in der Badewanne feststellen. Lass ein warmes Bad ein (das Wasser soll dabei nicht heißer als 38°C sein). Wenn das Ziehen im Wasser wieder ausbleibt, waren es nur Senkwehen. Bleiben die Schmerzen gleich stark oder werden sogar noch stärker, ist anzunehmen, dass es sich um die ersten Geburtswehen handelt. Sie treten wellenartig und regelmäßig auf. Die Abstände werden dabei immer kürzer.
 

·      Die Fruchtblase platzt bei manchen Frauen ohne von Wehen begleitet zu werden. Sollte plötzlich ein Schwall Flüssigkeit deine Beine hinunterlaufen, ist das der Blasensprung. Dann ist es tatsächlich allerhöchste Zeit für einen Notruf. Der Krankenwagen bringt dich dann rasch und sicher in die Klinik.

 

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