MAM Sicherheitstests

Auf Herz, Nieren und Reißfestigkeit

16.März 2016
Deutsch

MAM Sicherheit: Sie werden verdreht, gequetscht, verbrüht und anderweitig malträtiert. Bevor sie in Mund und Hand von Babys gelangen dürfen, durchlaufen MAM-Produkte eine Serie von Tests. Und werden auf Herz, Nieren und Reißfestigkeit geprüft. Die Compliance Managerin bei MAM ist uns Rede und Antwort gestanden und berichtet vom Alltag im Testlabor im ungarischen Vaskeresztes.

MAM Sicherheitstests

Wie wird so ein MAM Schnuller getestet,  bevor er seinen Dienst fürs Baby antreten darf? 

MAM Quality Management: Jeder einzelne MAM Schnuller muss einen Zugtest überstehen. Bei dem versuchen wir, die Kappe vom Schild zu reißen. Dafür gibt’s am Ende jeder Produktionsstraße eine eigene Vorrichtung. Regelmäßig überprüfen wir stichprobenartig, ob die Schnuller auch dem Kauen und Beißen der Babyzähnchen gewachsen sind: Wir quetschen und verdrehen wir sie und lassen sie zu Boden fallen. Zu guter Letzt versuchen wir, die Schnuller zu durchlöchern! 

Das klingt nach einem absoluten Härtetest? 

Wir versuchen wirklich, die Schnuller auf alle nur erdenklichen Arten zu zerstören probieren – nur wenn sie dem standhalten, sind sie fit für den Verkauf. Übrigens kommen die Testschnuller auch noch eine Woche lang bei 70 °C in den Ofen. Anschließend kochen wir sie 10 Minuten lang in Wasser. Das müssen unsere Schnuller aushalten, schließlich wollen wir allerhöchste Sicherheitsansprüche erfüllen.  Obendrein prüfen wir auch, ob die Schnullerbänder so lang wie vorgeschrieben und ausreichend rissfest sind. Und wir checken auch die Aufbewahrungsboxen. Die müssen fünfzigmal hintereinander in die Mikrowelle. So sind wir sicher, dass sie sich oft genug sterilisieren lassen, ohne dabei kaputtzugehen.

MAM Sicherheitstests

Was passiert bei der Einführung von neuen Kollektionen und Produkten? 

Bei jeder neuen Produktionsstraße, jedem neuen Material, jeder neuen Form und Farbe machen wir bei MAM buchstäblich hunderte Tests. Allein wenn der Schnullerkopf seine Farbe wechselt, sind es zum Beispiel bis zu 25 Testverfahren an 400 Schnullern.

Müssen die Flaschen genauso viele Tests bestehen? 

Auch bei den Flaschen prüfen wir nicht zu knapp. Wir müssen sicherstellen, dass die Flaschen den Dauerbetrieb in Babyhand und -mund aushalten: Sind sie alterungsbeständig? Beeinträchtigen sie den Geschmack der Getränke auch wirklich nicht? Halten sie dicht? Passt so viel Flüssigkeit hinein, wie draufsteht? Stimmt die Messskala, die auf den Flaschen aufgedruckt ist? Bei unseren Anti-Colic-Flaschen kommt ein Test der Selbststerilisationsfähigkeit dazu und die Flaschensauger werden einzeln von einer Digitalkamera kontrolliert: Passt die Form, ist die Oberfläche einwandfrei? Was geschieht, wenn Sie neue Materialien einsetzen? 

MAM Sicherheitstests

Dass MAM auf so vielen Märkten präsent ist, macht die Sache vermutlich nicht einfacher? 

Wir müssen in der Tat ein ganzes Normenalphabet beherrschen! Was nationale Vorschriften betrifft, gibt es nämlich fundamentale Unterschiede zwischen den USA, der EU, Australien und Kanada. In der EU ist bei Fläschchen zum Beispiel kein Falltest vorgeschrieben. Anderswo schon. In den USA und in Brasilien muss die Flasche zehn Stürze aushalten, in China nur zwei. Die vorgeschriebene Abwurfhöhe reicht von 93 bis 120 cm. Damit jede unserer Flaschen in allen Ländern verkauft werden darf, haben wir daher einen eigenen Standard eingeführt: keine Schäden nach zehn Stürzen aus 170 cm Höhe.

Damit werden die Normen also nicht nur eingehalten, sondern übertroffen? 

Ja. Dies ist ein sehr gutes Beispiel für unsere Mentalität in Sachen Sicherheit. Damit Babyprodukte tatsächlich sicher sind, werden sämtliche Inhaltsstoffe, Herstellung und Funktionen durch strengste Vorschriften geregelt. Bei MAM halten wir diese Vorgaben nicht nur ein, sondern gehen freiwillig darüber hinaus. Unsere ExpertInnen aus Forschung und Entwicklung sowie aus der Produktion arbeiten laufend daran, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Denn wie Herr Röhrig (Gründer von MAM) gerne zu sagen pflegt: Bei Babyartikeln ist Sicherheit essenziell, schließlich geht es um das Wichtigste, das wir haben – um unsere Kinder.

MAM Sicherheitstests

Fotos: MAM

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