Mama hat die Haare schön!

Alles rund ums Färben in der Schwangerschaft

31.Dez 2019
Deutsch

Auch wenn viele Frauen in der Schwangerschaft von Natur aus herrlich volles und glänzendes Haar haben, stellt sich bei manchen die Frage: darf ich meine Haare färben? Wie ist das mit den Chemikalien in den Haarfärbemitteln? Und sind natürliche Stoffe völlig unbedenklich? Ob und wie du getönt, gesträhnt, gebleicht oder gefärbt durch die Schwangerschaft kommst, ohne dem Baby zu schaden, verraten wir hier:


Foto: Tim Mossholder on Unsplash

Unbedenklich – und trotzdem ein Risiko

Da schwangere Friseurinnen regelmäßig mit diversen Chemikalien in Berührung kommen, sind Produkte zum Färben, Glätten oder für Dauerwellen relativ gut untersucht. Die getesteten und in Deutschland zugelassenen Haarmittel wurden als unbedenklich eingestuft, ein gewisses Risiko ist aber nicht auszuschließen, wenn nicht 100%ig sicher ist, woher das Produkt stammt. Es gibt sehr strenge Regeln, welche Stoffe, wie viel davon und in welcher Kombination im Produkt enthalten sein dürfen bzw. müssen. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine gesundheitlichen Schäden auftreten. Genau darin liegt aber das Problem: manche Chemikalien sind nur zusammen mit anderen Substanzen ungefährlich, alleine aber möglicherweise allergieauslösend und teilweise sogar Erbgut-schädigend.

Diese ungesunden Stoffe können beim Haare-Färben über die Kopfhaut aufgenommen und in weiterer Folge über den Blutkreislauf auf den Fötus oder in die Muttermilch übergehen.

Es ist nach wie vor nicht klar, ob und wie diese Produkte auf den kindlichen Organismus wirken.

Empfohlen wird darum, in der Schwangerschaft und Stillzeit auf chemische Mittel möglichst zu verzichten – vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft.

Empfehlenswerter ist es, die Haare nur zu tönen. Dabei dringen die Stoffe nicht ins Haar ein und werden meist auch nicht von der Kopfhaut aufgenommen. Das Mittel legt sich vielmehr nur auf das Haar statt einzudringen. Der Nachteil ist, dass die Farbe nicht langfristig hält – der schöne Nebeneffekt: gönne dir dafür einfach öfter einen Friseurbesuch!

Tipp: Planst du eine Babyparty vor der Geburt? Vielleicht sind Gutscheine für deinen Lieblingsfriseur ein guter Wunsch an deine Freundinnen und Familie. Das gilt übrigens ebenso für Geschenke zur Geburt, schließlich ist auch in der Stillzeit Vorsicht geboten.

 

Pflanzliche Färbemittel

Leider ist auch bei Henna-Produkten Vorsicht geboten. Diese sollten zu 100% natürlichen Ursprungs sein. In manchen Henna-Produkten werden nämlich künstliche Hilfsmittel zur Farbverstärkung eingesetzt, die gefährlich sein können. Achte hier besonders genau auf die Packungsangaben und lass dich am besten von einem Profi beraten.

 

Bleichen und Dauerwelle

Beim Bleichen oder „Blondieren“ und bei der Dauerwelle kommt ebenfalls Chemie zum Einsatz. Meist handelt es sich dabei um Wasserstoffperoxid, Ammoniak und/oder Formaldehyd. Schwangeren wird darum von derartigen Behandlungen abgeraten.

Einen aufhellenden Effekt hat auch Zitronensaft.

Dazu 200 ml Zitronensaft mit ca. 100 ml Wasser mischen, in das feuchte Haar einmassieren, eine Dusch- oder Färbehaube aufsetzen und mindestens eine halbe Stunde wirken lassen. Ein warmes Handtuch um den Kopf kann das Ergebnis verbessern. Danach gründlich ausspülen und unbedingt eine pflegende Kur verwenden, denn die Säure trocknet das Haar schnell aus. Große Sprünge sind bei dem aufhellenden Effekt leider nicht zu erwarten, dafür schädigt der Zitronensaft dein Kind garantiert nicht!

 

Checklist zum Haare-Färben in der Schwangerschaft

  • Starte keine Experimente zu Hause, sondern lass dich professionell beraten.
  • Informiere Friseur oder Friseurin darüber, dass du schwanger bist!
  • Frage nach, woher die Produkte kommen und ob sicher ist, dass diese als unbedenklich eingestuft werden.
  • Frage, ob es 100% pflanzliche Alternativen oder eine Tönung gibt.
  • Bitte darum, dass der Kontakt des Mittels mit der Kopfhaut so gut es geht vermieden und die Einwirkzeit möglichst kurz gehalten wird.
  • Überlege, ob vielleicht auch Strähnen eine Alternative sind – so bist du weniger den möglicherweise bedenklichen Stoffen ausgesetzt.

Fazit: genieße das schöne Haar in der Schwangerschaft am besten so, wie Mutter Natur es dir gegeben hat, um möglichst kein Risiko einzugehen. Ein neuer Schnitt ist vielleicht zur Abwechslung auch eine Möglichkeit, umwerfend auszusehen!

 

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Quellen: https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/haare-faerben-in-der-schwangerschaft/

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