„Mama ich will ein Haustier“ - Die ewige Diskussion

Blog Gastartikel: Stadt, Land, Mama

16.Mai 2017
Deutsch

Gastbloggerin Katharina vom Blog Stadt, Land, Mama ist Dreifachmama und hat dementsprechend bereits große Erfahrung, wenn es um die Haustier Diskussion geht. Wiedermal eine wunderbare Kolumne! 

 „Mama ich will ein Haustier“ - Die ewige Diskussion

Foto: Shutterstock 

Es gibt Diskussionen, die in jeder Familie vorkommen. Ob Schokoladenpudding ein gesundes Frühstück ist, zum Beispiel. Oder warum man ohne Gummistiefel nicht durch Pfützen springen darf. Oder – und diese führe ich gerade täglich – die Diskussion, ob die Familie durch ein Haustier erweitert wird. „Mama, kann ich eine Katze haben?“ „Nein, ich bin allergisch auf Katzen.“ „Einen Hund?“ „Nein, der macht in die Wohnung und ich muss schon jetzt genug putzen.“ „Einen Hasen? Der macht nur in den Stall.“ „Und wer macht den Stall sauber?“ „Papa“. Das Kind ist sechs – ich freue mich schon auf die Diskussionen, wenn es darum geht, wie lange sie in die Disco gehen darf.

Ich gebe ja zu, ich finde den Gedanken an ein Haustier auch irgendwie romantisch. Der sensible Teil meines Mutter-Hirns produziert Bilder von Katzen, die mit Babys kuscheln. Mädchen, die auf Pferden Abenteuer erleben, ich sehe einen Hund, der meinen Sohn vor dem dicken, pöbelnden Nachbarsjungen beschützt. ABER: Der realistische Teil meines Hirns weiß, dass es Familien gibt, bei denen Haustiere einfach nicht reinpassen. Oder anders gesagt, es gibt Menschen, die finden Haustiere toll, aber eben nur für ein paar Wochen. So ein Mensch bin ich. Als Kind hat meine Mutter sich mal zu ein paar Mäusen breit quatschen lassen - zunächst war ich Feuer und Flamme, verlor aber schnell das Interesse. Ich mag Tiere wirklich, aber ich möchte mich einfach nicht dauerhaft um sie kümmern. Als ich das meiner Tochter erkläre, zieht sie sich schmollend in die Ecke zurück.

Doch die Schlacht ist noch nicht geschlagen - mein Dreijähriger schaltet sich nämlich jetzt ein. „Ich will aber auch ein Haustier“, sagt er trotzig. „Und was für ein Tier möchtest Du?“, frage ich tief durchatmend. Der Kleine überlegt und sagt dann mit strahlenden Augen: „Ein Einhorn!“.

Aha. Gut zu wissen. 

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