Mamas Milch ist super lecker!

FAQ: Was macht die Muttermilch zum süßen Superfood?

16.Jan 2018
Deutsch

Das Baby wächst und wächst heran und benötigt für seine optimale Entwicklung einstweilen nichts anderes als die Muttermilch.

Wenn Außenstehende das Baby beim Stillen beobachten, kommen sie nicht raus aus dem Staunen. Was ist in diesem Drink, das die kleinen Gourmets direkt ins Traumland befördert? Das Kleine zappelt hungrig, saugt nach dem Anlegen als gäbe es kein Morgen und bald nach der ersten Sättigung kippt es auch schon in eine seltsame, magische Trance.

Die Wissenschaft ist nun auf dem richtigen Pfad der Erkenntnis. Es müssen Bestandteile in der Muttermilch enthalten sein, die nicht nur den Nährstoffbedarf abdecken, sondern wie ein Superfood auf den Organismus des Babys wirken. Logisch. Und mit Sicherheit.

Wir Menschen haben die komplexeste Muttermilch aller Säugetiere. In ihrer Zusammensetzung beinhaltet sie mehr als 200 verschiedene Zucker-Moleküle. Diese Süße ist für die menschliche Verdauung am allerbesten verträglich. Muttermilch ist nicht zuletzt deshalb der ultimative Immun-Booster.
Derzeit baut nun ein kalifornischer Biotech-Startup diesen probiotischen Zucker auf künstlichem Weg nach. Ob das gelingt?

Hier nun ein wenig Basiswissen über die Muttermilch. Kurz und knapp zusammengefasst.

Mamas Milch ist super lecker!

Foto: Shutterstock

3 Fragen und Antworten zur Muttermilch

Warum sind in der Stillmilch Bakterien?

Die Aufgabe der Brustmilch geht weit über die Ernährung des Säuglings hinaus. Stillen schützt vor Infektionskrankheiten und hilft dabei, dass sich das Immunsystem des Babys richtig entwickeln kann. Dazu braucht der kleine Körper des Säuglings unmittelbar nach der Geburt Bakterien. Denn nun wird das Baby nicht mehr über den Mutterkuchen (Plazenta) versorgt. Mit der Vormilch (Kolostrum) wird erstmals die Darmflora des Babys mit probiotischen Bakterien besiedelt. Der natürliche Süßstoff in der Muttermilch dient dazu, diese Bakterien für den Prozess der Verdauung zu aktivieren. Bioaktives Eiweiß (Protein) in der Milch bremst aber gleichzeitig das Wachstum von Krankheitserregern. Vitamine, Mineralstoffe, Linolsäure und Fette werden in der Muttermilch wie in einem Depot gespeichert. Über das Stillen wird alles in der richtigen Zusammensetzung und Dosierung an das Baby weitergegeben.
 

Was bedeutet probiotisch überhaupt?

Als probiotisch (pro bios = griech. für das Leben) bezeichnet man bestimmte Milchsäure- Bakterien, die nach der Aufnahme der Nahrung im Darm des Menschen eine positive Wirkung auf die Verdauung hervorrufen. Bekannt sind dabei Lactobazillen. Die Nahrung wird im Darm mit Hilfe dieser Bakterien optimal in seine gesunden Bestandteile zerlegt. Was der Körper nicht benötigt oder nicht richtig abbauen kann, wird dabei ausgeschieden.
 

Bleibt die Zusammensetzung der Muttermilch immer gleich?

Nein, denn das Wachstum verändert die Bedürfnisse des Babys zunehmend. Anfangs ist die Milch süß und zuckerhaltig. Die Intensität und die Vielfalt der Zucker-Moleküle nimmt aber laufend ab. Die Milch wird für das Wachstum des Babys fetthaltiger. Die Zusammensetzung der Muttermilch passt sich also an die Bedürfnisse des Babys an. 

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