Massage in der Schwangerschaft

Wir sagen dir, was es zu beachten gilt

31.Okt 2016
Deutsch

Jetzt in der Schwangerschaft hat unser Rücken schwer zu tragen. Gerade im letzten Drittel bekommen das auch unsere Beine und Füße zu spüren. Durch die für den Körper ungewohnte Haltung ist auch der Nacken besonders angespannt. Eine Massage ist da eine wahre Wohltat. Denn sie hilft nicht nur Verspannungen zu lösen und die Durchblutung anzuregen, auch in Sachen Stress Symptome Linderung ist eine gute Massage ein super Tipp. 

Massage in der Schwangerschaft

Fotos: Shutterstock

Bei der Massage von Schwangeren müssen aber einige Punkte beachtet werden. Allen voran: Dein Masseur muss unbedingt über deine Schwangerschaft Bescheid wissen! Auch wenn die Schwangerschaft noch nicht weit vorangeschritten und von einer Babykugel noch nichts zu sehen ist.

 

Was gilt es bei Massagen in der Schwangerschaft zu beachten?

Generell sollten Massagen bei Schwangeren vorsichtiger durchgeführt werden und der Masseur sollte sich idealerweise regelmäßig bei dir erkundigen, ob Druck und Technik angenehm für dich sind. Aufgrund der Hormone ist vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft der Bereich um Kreuzbein und Becken weniger stabil, da es für den Geburtsvorgang notwendig ist, dass er nachgibt. Der untere Lendenbereich sollte deshalb nicht massiert werden. Auch auf kritische Behandlungstechniken, die man etwa aus Akupunktur und Fußreflexzonentherapie kennt, muss verzichtet werden. Ein guter Masseur oder Physiotherapeut weiß hier Bescheid! Bei spezifischen Schwangerschaftsbeschwerden, kann dich oftmals auch die Hebamme mit speziellen Massagetechniken unterstützen. Das gilt nicht nur für die Zeit zwischen den Wehen, sondern auch bereits vor der Geburt.

Welche Position ist die Richtige?

Damit Frau bei der Massage so richtig schön entspannen kann, sollte die Position möglichst bequem sein. Die ideale Position hängt dabei natürlich vor allem vom Fortschritt der Schwangerschaft ab. Ist der Bauch bereits groß, kann das Liegen auf dem Bauch unangenehm sein. Massagestühle mit speziell geformtem Kissen sind daher wesentlich besser geeignet, als die üblichen Liegen. Hier hat der Babybauch ausreichend Platz und du kannst völlig entspannt sitzen.

Massage in der Schwangerschaft

Welche Öle sollten zur Massage in der Schwangerschaft verwendet werden?

Spezielle Hautöle können die positiven Auswirkungen des Massierens noch verstärken. Deswegen werden Pflegeöle für Massagen oftmals mit ätherischen Ölen oder anderen Essenzen angereichert. Positiv wirken natürliche Aromen wie Lavendel, Kamille, Citrus, Orange und Sandelholz. Zur Entspannung empfehlen wir Aromaöle wie Rose, Jasmin oder Neroli. In der Schwangerschaft verzichten sollte man auf Aromastoffe wie Lorbeer, Thymian, Salbei, Kiefer, Myrrhe und Rosmarin.

Wo liegen für Schwangere die Benefits von Massagen?

So eine Massage ist eine Wohltat für Körper und Geist. Positive Effekte wie das Lösen von Verspannungen in Schulter und Nackenbereich, Lindern von Rückenschmerzen, Lockerung der Muskulatur und Stressabbau sind allgemein bekannt. Regelmäßig angewendet regen Massagen aber auch den Blutkreislauf an, wodurch die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies verbessert auch den Nährstoffaustausch in der Plazenta. Außerdem wird das Immunsystem stimuliert und das Lymphsystem angeregt. Die verbesserte Durchblutung der Haut beugt Dehnungsstreifen vor – und zaubert nicht selten einen strahlenden Teint.

Tipp: Bei einer Risikoschwangerschaft oder falls du dir unsicher bist, solltest du deinen Arzt oder Hebamme um Rat fragen. Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen? Dann gönn dir während der Schwangerschaft doch noch ein Wellnesswochenende – auch Babymoon genannt. Ausgiebige Massagen, Schwimmen, Ausruhen und viel Schlafen – genau, was du jetzt brauchst so kurz vor der Geburt. 

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